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Eisenbahn-Dumjahn online

 

Rezensionen (14):

Hilberg, Raul: Sonderzüge nach Auschwitz. (Dokumente zur Eisenbahngeschichte, 18) (Dumjahn-Nr. 0002418)
Dumjahn-Nr. 0002418
ISBN-10: 3921426189

ISBN-13: 9783921426180
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Hilberg: Sonderzüge nach Auschwitz. Mainz 1981.

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DGEG-Nachrichten 13 (1981) Nr. 46

Der Bund (Bern 1981) Nr. 152

Passauer Neue Presse vom 22. Mai 1981

Lok-Report, Nr. 6/1981

Welt der Arbeit 32 (1981) Nr. 47

LOK-Magazin 21 (1981) Nr. 109

Schwarzwälder Bote, Nr. 13/1981

die museums-eisenbahn, Nr. 2/1981

Die Zeit, Nr. 14/1985

Modell-Eisenbahner, Nr. 6/1991

Allgemeine Jüdische Wochenzeitung 36 (1981) Nr. 24/25

Buchhändler heute 37 (1983) Heft 8

Salzburger Nachrichten 37 (1981) Nr. 258

Neue Zürcher Zeitung vom 30. Juni 1981

MB - Wochenzeitung des Irgun Olej Merkas Europa. Tel-Aviv, Nr. 32/1981

Die Mahnung 28 (1981) Nr. 12

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az - andere zeitung, Nr. 92, Oktober 1983

Sonderzüge nach
Auschwitz

Unauffällig, unaufhaltsam rollten mit deportierten Juden überladene Sonderzüge aus dem »Großdeutschen Reich«, später aus den besetzten Ländern, aus Frankreich, Belgien, Holland, Griechenland und aus den »befreiten« Ostgebieten in die Vernichtungslager Auschwitz, Treblinka und Majdanek.

Mit großer Präzision wurden von den zuständigen Dienststellen der Deutschen Reichsbahn Fahrpläne ausgearbeitet, Züge zusammengestellt, Fahrpreisermäßigungen für »Gruppentransporte« ausgehandelt und Begleitpersonal und Verpflegung angefordert und genehmigt. Das Geld für diese Transporte wurde durch einen »Eigenfinanzierungsplan« der SS aufgebracht. Das bedeutet im Klartext: aus dem beschlagnahmten Vermögen der deportierten Juden.

Raul Hilberg hat versucht, anhand von alten Fahrplänen, Amtsunterlagen, persönlichen Briefen ehemaliger Reichsbahnbeamter und aus Zeugenaussagen des einzigen Nachkriegsprozesses gegen einen führenden Reichsbahnbeamten einen Bereich Nazideutschlands zu beleuchten, der in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist.

In den Vernichtungsplänen der Nazis spielte die Reichsbahn eine entscheidende Rolle. Mit ihrer präzisen Arbeit - selbst bis in die Kriegsjahre hinein, als die Inlandsversorgung immer kritischer wurde -, die von der SS angeforderten Züge aus den entlegensten Ecken des »Großdeutschen Reiches« pünktlich und korrekt fahren zu lassen, war die Reichsbahn ein zuverlässiger und wichtiger Partner, der für einen reibungslosen Ablauf der Sonderzüge, für »Nachschub« in die berüchtigten Lager sorgte. Die Deportation der Juden wäre in dieser Größenordnung ohne die Bahn niemals so schnell und reibungslos möglich gewesen.

Erschütternd sind die Berichte von den Führern der Begleitkommandos der Sonderzüge an ihre Dienststellen und die Aufzeichnungen eines deutschen Unteroffiziers aus Galizien 1942, der ausführlich über seine Beobachtungen berichtet.

Es ist gerade auch wegen seiner Nüchternheit ein grausames, aber sehr wichtiges Buch über eine Zeit, die wir in unserem eigenen Interesse nicht vergessen dürfen.

Hans-Jürgen Gauda in »az - andere zeitung«, Frankfurt am Main, Nr. 92, Oktober 1983.

Berlin: Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Stelenfeld, Ausschnitt), Foto: Horst-Werner Dumjahn

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