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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur

Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 17 (2001), Mainz 2000 (Dumjahn-Nr. 0014000)
Dumjahn-Nr. 0014000
ISBN-10: 3921426464
ISBN-13: 9783921426463
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Die siebzehnte [letzte] Ausgabe. Mainz 2000.

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Diese Kataloge waren gewissermaßen die Jahrbuch-Vorläufer:

1978 erschien der erste Katalog im DIN A5-Format: 40 Seiten!

Der Katalog '79/'80 hatte schon 64 Seiten ...

Der Katalog '81 kam im Herbst 1980 zu den Kunden, mit 96 Seiten!

Im Herbst 1981 erschien der erste Katalog mit farbigem Titelbild, Umfang: 80 Seiten!

Das farbige Titelbild galt dem Text-/Bildband »Bw Ottbergen«. Katalog-Umfang: 72 Seiten!

Hier beginnt die »Ahnengalerie« der Jahrbücher. Ein Klick auf die Abbildungen bringt Sie zum jeweiligen Jahrbuch:

Jahrbuch für Eisenbahnliteratur  1 (1984), Mainz 1983 (Dumjahn-Nr. 0006160)
Die erste Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0006160
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Jahrbuch für Eisenbahnliteratur  2 (1985), Mainz 1984 (Dumjahn-Nr. 0006161)
Die zweite Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0006161
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aus dem Antiquariat

Jahrbuch für Eisenbahnliteratur  3 (1986), Mainz 1985 (Dumjahn-Nr. 0006162)
Die dritte Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0006162
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Jahrbuch für Eisenbahnliteratur  4 (1987), Mainz 1986 (Dumjahn-Nr. 0006163)
Die vierte Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0006163
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Jahrbuch für Eisenbahnliteratur  5 (1988), Mainz 1987 (Dumjahn-Nr. 0006164)
Die fünfte Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0006164
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur  6 (1989), Mainz 1988 (Dumjahn-Nr. 0006155)
Die sechste Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0006155
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur  7 (1990), Mainz 1989 (Dumjahn-Nr. 0006156)
Die siebte Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0006156
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur  8 (1991), Mainz 1990 (Dumjahn-Nr. 0006157)
Die achte Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0006157
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur  9 (1992), Mainz 1991 (Dumjahn-Nr. 0006158)
Die neunte Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0006158
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 10 (1993) (Dumjahn-Nr. 0006159)
Die zehnte Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0006159
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 11 (1994), Mainz 1993 (Dumjahn-Nr. 0004660)
Die elfte Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0004660
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 12 (1995), Mainz 1994 (Dumjahn-Nr. 0004624)
Die zwölfte Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0004624
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 13 (1996), Mainz 1995 (Dumjahn-Nr. 0004966)
Die 13. Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0004966
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 14 (1997), Mainz 1996 (Dumjahn-Nr. 0011000)
Die 14. Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0011000
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 15 (1999), Mainz 1998 (Dumjahn-Nr. 0009528)
Die 15. Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0009528
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 16 (2000), Mainz 1999 (Dumjahn-Nr. 0012345)
Die 16. Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0012345
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 17 (2001), Mainz 2000 (Dumjahn-Nr. 0014000)
Die 17. [letzte] Ausgabe.
Dumjahn-Nr. 0014000
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Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur:
Eine »Institution«
verabschiedet sich - für immer

Es hat sich herumgesprochen: »Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur« hat sein Erscheinen eingestellt. Lesen Sie hier, was es rückblickend zum Jahrbuch zu sagen gibt. Und warum das Jahrbuch künftig nicht mehr erscheinen wird.

Von Horst-Werner Dumjahn

Das Ende ist ein kurzer Satz: »Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur« erscheint nicht mehr. Über die Gründe später mehr, zunächst soll ein kurzer Rückblick an dieser Stelle noch einmal verdeutlichen, daß so ein Jahrbuch »nicht vom Himmel fällt«, sondern ganz irdisch daherkommt - und mit viel schweißtreibender Handarbeit zu tun hat. In den siebziger Jahren gab es alljährlich den Katalog »Neue Eisenbahnliteratur« der Versandbuchhandlung Dumjahn. Hergestellt in der damals üblichen Kleinoffset-Technik, zunächst im Postkartenformat, ab 1978/79 dann im DIN A 5-Format, mit zahlreichen Abbildungen, ersten Anzeigen (!) und später (ab 1982) sogar mit farbigem Titelbild! 

Trotzdem: Ohne PC (noch nicht auf dem Markt), also nur mit der Schreibmaschine »gesetzt«, wirkten die Kataloge immer noch ein wenig »handgestrickt«. Mehr Professionalität war aber von Anfang an Dumjahn’s Motto, nur wie konnte man diesem Ziel »katalogmäßig« am besten näherkommen?

Es war ein für die damalige Zeit provokanter Werbespruch unseres Druckers, der das Erscheinen des ersten Jahrbuches 1984 im Herbst 1983 beflügelte: »Kann Ihr Drucker setzen? Kann Ihr Setzer drucken? Wir können beides!«, so fragte und behauptete der Drucker. Mitte Oktober, während der Frankfurter Buchmesse, machten wir die Sache dann perfekt - vier Wochen harter Arbeit waren nötig, um aus dem vorliegenden Manuskript mit Hilfe der Setzer in der Druckerei das »Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 1984« entstehen zu lassen. Trotz der kurzen Zeit gelang es sogar, den angestrebten Liefertermin »Dienstag vor Buß- und Bettag« einzuhalten. (Der Feiertag diente uns jahrelang dazu, den Versand zu organisieren!)

Das erste Jahrbuch erschien mit einem Vorwort des Verlegers, aus dem hier die ersten Sätze zitiert werden: »Was vor zehn Jahren im bescheidenen Postkartenformat als Angebot unserer Versandbuchhandlung begann, liegt hier erstmals als ‘Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 1984’ vor Ihnen: Mit seinen Textbeiträgen und der nach Themengruppen gegliederten Bibliographie ‘rund um die Eisenbahn’ will das Jahrbuch ‘ein kritischer Wegweiser zu lieferbaren, angezeigten und empfehlenswerten Büchern’ sein. Information steht dabei auch hier wieder im Vordergrund - für Sie als Leser.«

Damit war die Richtung aufgezeigt, und bereits mit der zweiten Ausgabe 1985 war der Durchbruch geschafft. Es war Michael Meinhold, der in den »Miniatureisenbahnen« (MIBA) schrieb: »Dem ‘Jahrbuch’ widerfährt bereits im zweiten Jahr seines Erscheinens das, wofür andere Jahre brauchen: Man wartet darauf! Rolf Löttgers, Günter E. R. Albrecht, Horst-Werner Dumjahn - aber auch, und dies ist besonders erwähnenswert, ‘branchenfremde’ Autoren wie der Stuttgarter Historiker Eberhard Jäckel äußern sich zum Themenkreis ‘Eisenbahnliteratur’ in ebenso kurzen wie fundierten Beiträgen, die man wohl am besten mit dem schlichten Attribut ‘gescheit’ bezeichnet. Lesenswert!« Mit dieser Anerkennung der redaktionellen Arbeit aus berufener Feder hatten wir übrigens auch einen passenden Slogan für unseren Freistempler, der Text ist (beziehungsweise war) allen Jahrbuch-Lesern geläufig:

Der Slogan »Man wartet darauf!« stand schon nach der 2. Ausgabe fest! Freistempler-Werbetext

1988 wechselten wir erstmals die Druckerei, getreu unserem Qualitätsanspruch buchstäblich von »Schmidtchen zu Schmidt«, nämlich zur »Universitätsdruckerei H. Schmidt GmbH & Co., Mainz«. Das war auch deshalb praktisch, weil es so gelang, die Wege zu verkürzen. Texte wurden morgens, auf Diskette (!) gespeichert, abgeholt und abends standen bereits die Druckfahnen zum Korrekturlesen und für den Klebeumbruch zur Verfügung. Bei der Texterfassung bedienten wir uns einfacher Codes, auf Textbausteinen »hinterlegt«, die der »Linotype CRTronic 300« in der Druckerei alle Informationen für die Schriftart (»Garamond«), für die Schriftgröße (»11/12,6 Punkt«) und für die »Auszeichnung« (normal, fett oder kursiv) gaben. Es war dies der Beginn einer Arbeitsteilung, die immer mehr Arbeit auf den Verlag »umschichtete«. Trotzdem bewährte sich diese Form der Zusammenarbeit mit einer engagierten Druckerei über zehn (!) Jahre hinweg hervorragend, gelang es allen Beteiligten doch, jeweils den »Dienstag vor Buß- und Bettag« als Auslieferungstermin einzuhalten. Ein Novum!

Indes: Der technische Fortschritt machte auch vor der Jahrbuch-Herstellung nicht Halt. In der Druckerei wechselten während unserer Zusammenarbeit zweimal die technischen Systeme zur Satzherstellung, die Preise pro Seite »kletterten« ständig - und die Fehler in den Fahnen nahmen in einem Maße zu, das schließlich nicht mehr zu akzeptieren war. So mußten auch wir uns umstellen: Beim Satz entschieden wir uns 1996 für das Programm Adobe PageMaker, mit dessen Hilfe jetzt die Seiten am Bildschirm gefertigt wurden, die Druckerei erhielt später die von einem Satzstudio belichteten, druckfertigen Filme (mit den »eingebauten« Bildern) und wir konnten sicher sein, daß einmal gelesene und korrigierte Texte nachträglich nicht mehr »verschlimmbessert« werden konnten. Klar, das kostete nun im Verlag noch deutlich mehr Zeit, aber das Jahrbuch blieb wenigstens auch weiterhin bezahlbar ...

1989, das Jahrbuch war am Markt längst fest etabliert, wechselten wir dann den Namen, es hieß seitdem »Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur«. Einige wenige Leser »rieben« sich an dem Apostroph, aber das war stets mit wenigen Zeilen - unserem Selbstbewußtsein entsprechend - zu erklären! Die Kurzfassung geht aktuell so: Was es dazu vor zwölf Jahren (und danach) zu sagen gab, steht in den seither erschienenen Jahrbüchern. Und weil es insgesamt weniger als fünf Briefe von »Oberstudienräten« gab, sehen wir immer noch keinen Grund, unseren werblich verstandenen Titel (mittlerweile weltweit erfolgreich als Markenartikel positioniert) zu ändern. Warum auch? Wir heißen eben Dumjahn - und nicht etwa Dumjahns. Und den DUDEN gibt es ja Dank der »Schlechtschreibreform« nicht mehr ... Beamte, Lehrer und leider auch die Schüler kann man da nur bedauern! Bekanntlich müssen sich ja nur Lehrer und alle Menschen, die im öffentlichen Dienst »verwalten«, an die Regeln der RSR halten. Alle anderen dürfen auch weiterhin einfach »richtig« schreiben: auch die Jahrbuch-Redaktion hatte sich ja schon 1996 gegen die »sogenannte Rechtschreibreform« (Roman Herzog) ausgesprochen.

Es paßt, an dieser Stelle einmal zu erwähnen, daß es vom Jahrbuch auch zahlreiche Sonderdrucke gegeben hat, nämlich:

Für die Fachbuchhandlung Rolf Köhl in Brühl-Mitte (1984 bis 1990), für die Buchhandlung Peterknecht in Erfurt (1991), für die Buchhandlung Bahn & Bild in Berlin (1992) und schließlich für die Buchhandlung Schmorl und v. Seefeld in Hannover (1992 bis 1997).

Sonderausgabe Buchhandlung Köhl Sonderdruck Buchhandlung Peterknecht Sonderdruck Buchhandlung Bahn und Bild Sonderdruck Schmorl und v. Seefeld
Jahrbuch-Sonderdrucke: Köhl, Peterknecht, Bahn & Bild, Schmorl und v. Seefeld (von links nach rechts). Klicken Sie auf die Titelabbildungen, um das Bild zu vergrößern!

Das war leicht zu bewerkstelligen, durch einen Plattenwechsel im ersten Druckbogen gab es sogar die Möglichkeit, neben dem eigenen Umschlag auch auf dem Schmutz- und dem Innentitel die jeweilige Partner-Buchhandlung »ins Bild« zu rücken. Am Schluß der Jahrbücher gab’s eine Seite (später zwei) mit den Lieferbedingungen unserer Versandbuchhandlung, diese Seiten blieben bei den Sonderdrucken wie auch in der Version für den Buchhandel leer (»vakat«). Das fiel nicht weiter auf - nur ein »Verleger« aus dem Süddeutschen polemisierte darüber einmal öffentlich. (Dabei hätte es gerade dieser Mitmensch besser wissen können!) Ja, Sie haben eben richtig gelesen: »Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur« konnte man all die Jahre ganz normal in jeder Buchhandlung bekommen. Dies möglich gemacht zu haben, bleibt ein Verdienst der führenden Grossisten (»Barsortimente«) in Deutschland.

Der Jahrbuch-Redaktion ist im übrigen oft genug vorgeworfen worden, daß nicht alle deutschsprachigen Bücher im Bibliographieteil aufgeführt wurden. Abgesehen davon, daß dies nicht nur aus praktischen wie technischen Gründen unmöglich zu leisten war, manche Verlage wollten das auch gar nicht. Und wer als Verleger den Untertitel des Jahrbuches richtig verstanden hatte, der konnte das in vielen Fällen seinen Büchern (und Autoren) auch gar nicht wünschen. Es kam ein weiterer Umstand hinzu: Weil das Jahrbuch - wie oben erwähnt - in jeder Buchhandlung zu haben war und obendrein im Buchhandel gerne als »Eisenbahn-VLB« (also als kompetentes Nachschlagewerk) genutzt wurde, mußten die Bücher im Bibliographieteil auch zu normalen Konditionen über den Buchhandel lieferbar sein. Päng, damit waren die Veröffentlichungen der DGEG schon mal außen vor, weil die nicht mit Buchhandelsrabatt geliefert wurden (vgl. die entsprechende »Warnmeldung« im elektronischen VLB)!

Es gab aber auch eine positive Wirkung, über die bislang nicht öffentlich gesprochen wurde: In all den Jahren der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem führenden deutschen Barsortiment Koch, Neff & Oettinger (www.buchkatalog.de) ist es uns immer wieder gelungen, einzelnen Büchern ebenso wie kleineren Verlagen mit ihrem Gesamtprogramm zur Aufnahme in den wichtigsten Katalog im verbreitenden Buchhandel zu verhelfen. Das war nach unserem Verständnis eine »Hintergrundarbeit«, die vielen Büchern erst zum angestrebten Erfolg verholfen hat. Aber auch hier gab es Einschränkungen: Der Verlag Uhle & Kleimann zum Beispiel, dessen Bücher im Jahrbuch von Lesern immer mal wieder als fehlend angemahnt wurden, der wollte in Stuttgart gar nicht »gelistet« werden! Klar, wir haben das auch nie verstanden.

Viele Leser werden sich noch daran erinnern, daß die Ausgabe 1998 nicht erschienen ist. Über die Gründe wurde - nach einer »Denkpause« - in »Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 1999« auf den Seiten 16-19 ausführlich informiert. Die Gründe in Stichworten: Schleppende Informationen seitens der Verlage, deutlich weniger bezahlte Anzeigen und Titelabbildungen ergaben, daß das Jahrbuch für (damals) 18 Mark nicht mehr zu realisieren ist. Die Lösung gaben die Leser vor, die sich telefonisch (und später durch die schriftliche Bestätigung Ihres Abos) für einen deutlich höheren Ladenpreis (29,80 DM) aussprachen. 

Der Verlag nutzte die »Denkpause« seinerseits: Mehr Texte - und nur noch Originalbeiträge, die eigens fürs Jahrbuch geschrieben (und honoriert) wurden, 30 ausführliche Rezensionen und zusätzlich 96 Seiten mehr beim Umfang. Der Mehrumfang ergab sich unter anderem durch ein hilfreiches »Verzeichnis aller 152 Textbeiträge in den Jahrbüchern 1984 bis 1997«, ergänzt um ein »Verzeichnis aller 218 Rezensionen in den Jahrbüchern 1985 bis 1997«. Arbeiten, die wir ohne Datenbankhilfe natürlich nicht hätten leisten können!

Stichwort Bibliographie: Auch hier hat sich in 17 Jahrbuch-Jahren ein Wandel vollzogen. Zwar wurde anfangs noch richtig außer Haus »gesetzt«, doch verlangte auch diese Technik eine gewisse Vorarbeit: Ein Leitz-Ordner diente zum Sortieren, jedes Buch hatte eine Seite, auf der im Laufe des Jahres alle Informationen auf den neuesten Stand gebracht, sprich: korrigiert wurden. Neue Titel wurden stets in alphabetischer Reihenfolge »beisortiert«, so daß wir dem Setzer später ein »klassisches« Manuskript übergeben konnten. Der Aufwand ließ sich später am PC reduzieren, denn Computer können ja auch beim Sortieren schneller »schalten« als wir Menschen. Ab 1996 hatten wir dann schließlich mit unserer Datenbank, das ist Dumjahn's Handbuch der Eisenbahnliteratur (in Arbeit, vsl. Mainz 2014), auch alle Möglichkeiten, die mit der datenbankgestützten Satzherstellung zu tun haben, bestens im Griff.

Bedauerlich nur, daß durch Generationenwechsel in den »klassischen« Eisenbahnverlagen, durch Newcomer und durch andere Imponderabilien (Dumjahn: »Die neue Oberflächlichkeit«) die elektronisch verfügbaren Bibliographien ebenso wie die Verlagsvorschauen und Prospekte immer weniger aussagekraftig wurden. Seitenzahlen? Zahl der Abbildungen? Preise? Immer häufiger las man da »ca.« - und dabei blieb es meist auch. Selbst das Angebot, uns einfach von jedem neuen Buch sofort nach Erscheinen ein Exemplar zu schicken, wurde anfangs eher zögerlich genutzt. Das hat sich erst seit 1999, mit unserem Internetauftritt, geändert. Hier, beim »Eisenbahn-Dumjahn online« (www.dumjahn.de) bekommt bekanntlich jedes Buch nach und nach eine eigene Seite, mit einer farbigen Titelabbildung und obendrein, »bibliographiert in Dumjahn-Qualität« (dazu braucht man das fertige Buch), immer mit zwei druckfertigen Zitiervorschlägen (mit oder ohne Verlagsangabe), direkt aus unserer Datenbank (vgl. die Beispielseite). Natürlich gibt es auch hier Links, zum Beispiel zum Autor oder zu den online verfügbaren Buchbesprechungen, siehe Dumjahn's Bahn-Rezensionen online.

Das mag alles arg theoretisch klingen, deshalb folgt gleich das praktische Beispiel: Für den druckreifen Bibliographieteil in »Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 2001« (81 Seiten, 702 Bücher und eine CD) waren »am Stück« gerechnet gut und gerne rund sechs Wochen Arbeit aufzuwenden. Wer sich nicht vorstellen möchte, daß man für diese unerläßlichen Arbeiten im Jahreslauf ohne Sieben-Tage-Wochen mit 14-Stunden-Tagen nicht auskommt, der wird vielleicht früher beginnen wollen. Das klingt gut, geht aber in der Praxis nur mit dem »Mut zur Lücke«, denn die meisten Informationen zu neuen Büchern sind regelmäßig »verdichtet« erst zu haben, wenn die Frankfurter Buchmesse unmittelbar bevorsteht (Verleger-Schnack: »Die Buchmesse kommt immer so plötzlich!«). Man sieht: Früher anfangen bringt hier nicht viel!

Inhaltlich, das zeigt schon ein Blick auf die Inhaltsverzeichnisse der letzten drei Jahrbücher 1999, 2000 und 2001, war dem Verlag mit dem neuen Konzept der ordentlich honorierten Originalbeiträge ein Quantensprung gelungen. Leider, auch das muß man rückblickend sagen, wurde dies von den Redaktionen der Eisenbahnzeitschriften entweder nicht wahrgenommen oder aber bewußt ignoriert. Beim LOK-Report beispielsweise wurde das Jahrbuch 2001 einfach in die Rubrik »Ferner erreichten uns« verschoben, fertig! Die löblichen Ausnahmen hilfreicher, ausführlicher Besprechungen kennen die SCHIENE-Leser natürlich, aber es schmerzt die Macher eines solch anspruchsvollen Mediums eben doch, wenn ein Stuttgarter Redakteur am Telefon einfach sagt: »Nein, Periodika besprechen wir nicht!« Basta!

Überhaupt, die Leser und Rezensenten! Nein, man darf sie nicht in einem Absatz »abtun«, deshalb sind hier zunächst mal die Leser dran: Als ein Beispiel von vielen sei hier Joachim Gutknecht aus Bonn zitiert, der uns dies schrieb: »Seit mehreren Jahren schon beobachte ich Ihre Bemühungen um die Eisenbahnliteratur mit großer Sympathie. Immer wieder beweist sich, daß gerade Ihr Jahrbuch vielen Autoren und Verlagen als gutes Vorbild dienen kann für ebenso mustergültige wie auch ansprechende Gestaltung ...«

Und was ist mit den Rezensenten? Wenn man alle beiseite läßt, die - wie zum Beispiel das »Eisenbahn-Journal« - nur die Verlagsinformationen (»Waschzettel«) abdrucken, dann bleiben nicht viele Besprechungen, über die man sich als Verleger wirklich freuen kann. Gemeint sind Besprechungen, die zeigen, daß der Rezensent das Buch auch tatsächlich gelesen hat. Eine positive Ausnahme bildete hier immer wieder Michael Meinhold, der in den »Miniatureisenbahnen« (MIBA) seine Besprechung der letzten Ausgabe mit diesen Worten begann: »2001: Keine Odyssee im Weltraum der Eisenbahnliteratur, durch dessen strahlende Fixsterne und schwarze Löcher Dumjahn’s Jahrbuch den Leser kundig leitet. Sachkundig allemal ...«. Danke, solche anerkennenden Worte liest man einfach gerne!

Hier muß aber auch von einer weniger erfreulichen »Rezension« berichtet werden, einer Buchbesprechung, die uns den Entschluß, das Erscheinen des Jahrbuchs einzustellen, ein wenig leichter gemacht hat. Doch schön der Reihe nach: Im »LOK-Magazin« (Nr. 6/2001) war auf den Seiten 80/81 eine mit Gerd Schütze unterschriebene Besprechung zu lesen, deren Fazit auf »Enttäuschung« (drei blasse Loks) lautete. Der Rezensent, von dem man bisher noch nichts gelesen hatte, stellte sich wenig später entschuldigend per Brief vor:

»... durch Verschulden des GeraNova Verlages gelangte ich erst heute in den Besitz der ursprünglich von mir verfaßten Rezension Ihres Jahrbuchs ... 2001 im LOK-Magazin 6/2001, S. 80 f. Leider wurde von verständnis- und humorlosen Leuten in München der Artikel ohne mein Wissen so sinnentstellend gekürzt und mit Hinzufügungen versehen, daß meine ironische Laudatio zum Verriß wurde. Die Krönung von alldem ist das Gesamturteil ‘Enttäuschung’ - also das ganze Gegenteil meines Fazits. Ich bedauere die Sache zutiefst und werde vom Verlag eine Richtigstellung verlangen. Geschrieben habe ich den Text kurz vor Weihnachten (auf Aufforderung) in der Hoffnung, daß er in einem der ersten 2001er Hefte erschiene - ‘wichtigere’ Rezensionen als die eines zeitgebundenen Jahrbuchs wurden vorgezogen ... Beiliegend der Originaltext, der so mit den von mir stammenden geringfügigen Kürzungen in Druck gehen sollte.«

Das war eine echte Überraschung, es sollte aber noch besser kommen. Im Beschwerdebrief vom 24. Juli 2001 an den Verlag hieß es unter anderem: »Mein erster Griff zur Feder für den GeraNova Zeitschriftenverlag wurde leider zum Fiasko. Die Rezension von ‘Dumjahn’s Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 2001’ (Heft 6/01) wurde ohne mein Wissen vom Verlag sinnentstellend gekürzt und mit Hinzufügungen versehen, so daß von ‘Geist und Buchstaben’ meines Textes kaum etwas übrigblieb. Besonders schmerzlich muß es für die Dumjahns gewesen sein, daß ihr Jahrbuch vom GeraNova Verlag als ‘Enttäuschung’ abqualifiziert wurde. Genau das Gegenteil hatte ich beabsichtigt, nämlich die erstmalige Vergabe des Prädikats ‘Gehört in die heimische Bibliothek’! Hiermit bitte ich Sie, sowohl den Dumjahns gegenüber, als auch den Lesern des LOK-Magazins um eine Richtigstellung der Fehlinterpretation durch den GeraNova Verlag. Ich erlaube mir, Ihre Antwort bis zum 8. August 2001 zu erbitten.«

Dokumentiert ist, daß Herr Liebscher vom LOK-Magazin am 1. August »gegen Mittag« ein halbstündiges Telefonat mit Gert Schütze geführt hat, der dabei »um schriftliche Antwort« bat. Die kam prompt, am 3. August, unterschrieben vom Redaktionsleiter Thilo Kreier. Der Brief ist eigentlich keine Antwort, auf die sinnentstellenden Kürzungen geht der Brief überhaupt nicht ein, er liest sich deshalb eher wie »Realsatire pur«, selbst in diesem Auszug:

»... die von Ihnen verfasste Rezension Dumjahn's Jahrbuch ist im Hause und auch, soweit uns bekannt wurde, bei der Leserschaft auf sehr positive Resonanz gestoßen. Wir möchten Ihnen daher nochmals für Ihre gelungene Rezension danken. Wir bedauern umso mehr, dass es mit der Veröffentlichung zu Missverständnissen gekommen ist. Aus Platzgründen waren wir leider gezwungen, Ihren Text wenige Tage vor der Drucklegung noch deutlich zu kürzen und an das Standard-Lay-Out anzupassen. Wir werden künftig, wenn Sie das wünschen, größere Textkorrekturen mit Ihnen nochmals durchsprechen.

Ein weiteres Problem war die ‘Vergabe der Loks’. Hier haben wir uns den von uns zur Orientierung für die Leserschaft eingeführten Gepflogenheiten angepasst: Der Lesespass mag zwar sicher ein Kriterium sein, aber auch und vor allem der potenzielle Wissenszuwachs und die drucktechnische Qualität sind dafür entscheidend. Auf und zwischen den Zeilen sind da ja in Ihrem Text entscheidende Mängel aufgezeigt worden. Wir legen Ihnen zwei Hefte aus dem zurückliegenden Jahr bei, die zeigen, dass bei weitem nicht alle Rezensionen mit einer oder zwei dunkelgrünen Loks versehen werden. Weiterhin möchten wir uns noch einmal für den umzugsbedingt verspäteten Versand des Belegexemplares entschuldigen.«

Dem ist eigentlich nichts hinzufügen, nur dies noch: Wir hatten Gert Schütze, laut Briefkopf »Fotodesigner«, nach diesem Briefwechsel angeboten, uns für das Jahrbuch 2002 ein Titelbild vorzuschlagen (das Titelbild 2001 hatte ihm nicht gefallen). Gleichzeitig boten wir ihm an, sich am nächsten Jahrbuch als Rezensent zu beteiligen, denn »wir können Ihnen als Jahrbuch-Rezensent fest zusagen, daß Ihre Rezension(en) in jedem Falle ungekürzt veröffentlicht werden«. Das Angebot bezog sich auf eine Liste der Anfang Oktober verfügbaren Rezensionsexemplare, es ging aber noch darüber hinaus: »Wenn Sie grundsätzlich zum Mitmachen bereit sind, können Sie gerne auch andere Titel vorschlagen.« Es zeigte sich dann aber, daß unser Angebot vergeblich war, denn auf diesen Brief (und einen weiteren) gab es leider keine Antwort.

Es waren aber nicht nur diese unbeantworteten Briefe, die wir als ärgerlich empfanden. Nein, weitere Einladungen zur Mitarbeit wurden ebenfalls nicht beantwortet, so zum Beispiel von Dr. Franz Rittig, dessen lesenswerter Beitrag im Jahrbuch 2001 allgemein positiv bewertet wurde. Es haperte schließlich auch bei den Rezensionen, weil es da ein generelles Problem gibt: Jede Redaktion kann ihren Rezensenten immer nur die Bücher anbieten, die vorliegen!

Da sind dann E-Mails, die mit diesen Worten beginnen, eher kontraproduktiv: »Bitte setzen Sie bei mir voraus, daß ich Fotomensch bin, und kein Eisenbahnfutzi. Sie haben mir verschiedene Bücher zur Besprechung vorgeschlagen - leider finde ich keinen Titel der Mühe wert, um mich mit ihm zu befassen.« Wolfgang Clössner schrieb in seiner E-Mail dann abschließend noch einen Satz, der in seiner Überheblichkeit wohl kaum noch zu übertreffen ist und uns alle deshalb nachdenklich stimmen sollte: »Trotz meiner Aktivitäten für die alte Bahn sind solche ‘Bücher’ (von Kenning, Herdam, Riedel ‘und wie die Consorten auch immer heißen deren eigene Fähigkeiten das Nachmachen niemals überschreiten wird’) für mich so uninteressant wie das Wort Gottes für Osama bin Laden.« Nein, dem ist nichts mehr hinzufügen, das Zitat spricht für sich selbst.

Warum das Jahrbuch nun nicht mehr erscheint? Nach allen Enttäuschungen, über die hier andeutungsweise berichtet wurde (und dazu gehört nicht nur die Sisyphusarbeit für den Bibliographieteil), war abzuwägen, wo man künftig seine Arbeitsschwerpunkte setzen sollte. Die Entscheidung fiel letztlich zugunsten der Abteilung Antiquariat. Das Jahrbuch als »Zeitfresser« war aufzugeben, die Verlagsarbeit würde sich künftig auf die Internetaktivitäten (Buchpräsentationen und online-Rezensionen) sowie auf das für 2014 angekündigte Projekt Dumjahn's Handbuch der Eisenbahnliteratur beschränken.

Abschließend soll deshalb zum besseren Verständnis hier eine E-Mail an Fritz Hochuli, Mitarbeiter der Stadt- und Universitätsbibliothek Bern stehen, der sich in netten Worten erkundigt hatte, ob »unsere allseits geliebte Publikation nun nicht mehr in der gedruckten Form« erscheint. Gemeint war unser Jahrbuch, hier folgt unsere Antwort:

»... danke für Ihre E-Mail. Statt vieler Worte übermitteln wir Ihnen nachstehend einen Text, mit dem wir letzte Woche den Buchhandel über unsere Entscheidung informiert haben:

‘Dumjahn’s Jahrbuch für Eisenbahnliteratur’ erscheint nicht mehr. Die Gründe im einzelnen:

Das Jahrbuch ist diesmal nicht wie gewohnt im Dezember erschienen. Das hatte vor allem mit der Euro-Umstellung zu tun. Warum? Weil es im Herbst 2001 einfach keinen Sinn mehr machen wollte, eine Bibliographie zusammenzustellen, bei der zum üblichen Redaktionsschluß abzusehen war, daß die DEM-Preise bald hinfällig sein würden, umgekehrt aber längst noch nicht alle EUR-Preise bekannt waren. (Die VLB-CD mit den EUR-Preisen war am 20. Dezember in der Post!)

So kamen wir zu der Entscheidung, das Jahrbuch 2002 für Ende März einzuplanen. Inzwischen hat sich leider gezeigt, daß wir es trotz aller Bemühungen um weitere ‘Mitstreiter’ nicht mehr schaffen werden, weitere Jahrbücher auf die Reihe zu bekommen. Zu wenige (und zu späte) Informationen seitens der Verlage, erstmals zwar genügend Rezensionsexemplare, aber keine Bereitschaft seitens der angeschriebenen Rezensenten, sich dieser Bücher anzunehmen. Und schließlich: Es hapert erstmals auch bei den Textbeiträgen bzw. beim notwendigen Mix der Themen ‘rund ums Buch’. Und weil man mit knapp 68 Jahren sicher auch schon mal ans Kürzertreten denken sollte, haben wir beschlossen, das Jahrbuch einzustellen.

So weit der Text. Es wäre noch zu ergänzen, daß die ursprüngliche ‘Katalogfunktion’ des Jahrbuches längst nicht mehr tragfähig war. Der Bestelleingang ist in 2000/01 so enorm zurückgegangen, daß man ihn nur noch als ‘dramatisch’ bezeichnen kann. Schon von daher war die Ausgabe 2001 eigentlich finanziell nicht mehr zu verantworten. Konzeptionell hatten wir deshalb für 2002 geplant, die Bibliographie zu verkürzen. Das Mehr an Platz sollte dem Text und einem verdoppelten Rezensionsteil zugute kommen. Wie gesagt: Sollte!

Ihre Vermutung ist im übrigen richtig: Wir konzentrieren uns auf den mittlerweile für uns wichtigsten Geschäftszweig, das ist das Antiquariat (über das Internet). Und natürlich arbeiten wir parallel am Dumjahn weiter, dessen geplanter Erscheinungstermin ja auch immer näher rückt. Nochmals vielen Dank für Ihre ermutigenden Zeilen!«

Wie so ein Medium wie das Jahrbuch auf die Welt kommt und am Leben gehalten wird, haben wir hier dargestellt. Aber auch beim Ende ist einiges zu bedenken. Den Buchhandel und die Bibliotheken hatten wir informiert, dazu (aus Zeitgründen) alle Leser, die anriefen oder ‘ne E-Mail schickten (alle anderen lesen es hier erstmals in der »seelenverwandten« SCHIENE). So weit, so gut. Eines hatten wir allerdings nicht bedacht: Die Deutsche Bibliothek, die bekanntlich von jeder Veröffentlichung kraft Gesetzes zwei Pflichtexemplare bekommt, wartet nicht einfach, bis die Belegexemplare im Haus sind, nein, zumindest bei Periodika wird auch schon mal »gemahnt«. Als die Erinnerung dann kam, da mußten wir unwillkürlich an den Jahrbuch-Slogan auf unserem Freistempler denken: »Man wartet darauf!« Jetzt ist es auch in Frankfurt am Main »amtlich«, »Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur« hat sein Erscheinen mit dem Band 17 (2001) eingestellt. 1)

Wirkungen? Folgen? Das Jahrbuch als »Institution« war akzeptiert, Leser orientierten sich an den Rezensionen wie am Bibliographieteil, der sich ja immer »an der Seite der Leser« sah und wohl auch deshalb bei einigen Verlagen nicht sonderlich beliebt war. Nur: Es gibt auch Beispiele dafür, daß das ständige »Anmeckern« von fehlerhaften bibliographischen Daten hier und da zu Verbesserungen geführt hat. Das gilt übrigens auch für Quellennachweise, wenngleich die oft genug immer noch Bücher in einer Art und Weise zitieren, die Zweifel daran aufkommen lassen, ob der Autor beziehungsweise der Lektor das Buch wirklich in der Hand gehabt haben ...

Gibt es noch Fragen, Wünsche? Ja, diesen: Es wäre schön, wenn das Jahrbuch in einem anderen Verlag fortgeführt werden könnte. Warum? Nun, Werbung für die Modellbahn-Industrie gibt es mehr als genug, man lege nur einmal alle Eisenbahnzeitschriften (der »Hobbypresse«), die einem im Laufe eines Monats ins Haus kommen, umgekehrt auf den Tisch. Das Ergebnis ist verblüffend. Weil man sich da unwillkürlich fragt, warum es eine vergleichsweise offensive Werbung nicht auch für das Eisenbahnbuch gibt? »Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur« war so ein Versuch, leider haben die führenden deutschen Eisenbahnverlage dieses Marketing-Instrument nie als solches wahrnehmen wollen. Und das ist nicht gut so, sondern einfach nur schade!

Ein nicht gehässig gemeinter Nachsatz muß noch sein: Man stelle sich nur einmal vor, was passiert, wenn die »Pisa-Kids« nicht nur immer weniger Eisenbahnbücher lesen, sondern auch anfangen, die Eisenbahnzeitschriften zu meiden. Spätestens dann hat doch auch die Modellbahn-Industrie ein Problem, oder? Übrigens: Was liest man, wenn man mit dem Zug in Pisa ankommt? Genau: PISA CENTRALE. 

Frage: Ist PISA auch ein zentrales Problem der Eisenbahnverlage und der Modellbahn-Industrie?

Dieser Beitrag erschien zeitgleich auch in der Zeitschrift SCHIENE 21 (2002) Nr. 2, S. 17-23.

1) In der »Liste wichtiger Eisenbahnperiodika« (bei WIKIPEDIA) liest sich der Abschied des Jahrbuchs in der Rubrik Deutschland im übrigen so:

Dumjahn's Jahrbuch für Eisenbahnliteratur ISSN 0936-3475 ISSN 0175-2537 (Mainz, 6.1989 [Berichtsjahr 1988] - eingest. 17.2001 [2000], ohne 1998; 1975 - 1983; Neue Eisenbahnliteratur, 1.1984 [1983] - 5.1988 [1987]: Jahrbuch für Eisenbahnliteratur ISSN 0175-2537)

 

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