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Eisenbahn-Dumjahn online

 

Hajt, Jörg: Das große Krokodilbuch (Dumjahn-Nr. 0011594)
Dumjahn-Nr. 0016556
ISBN-10: 389880089X
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Joachim Seyferth:
»Das Buch ist besser, als es so manche bisherige Veröffentlichung aus dem Heel Verlag befürchten ließ.«

Der Autor
Jörg Hajt, geboren 1965 in Wattenscheid, ist als selbständiger Verlags- und Werbefotograf tätig. Seit frühester Kindheit gilt sein Interesse der Eisenbahn im In- und Ausland.

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»Vorsicht, Krokodile!«


Hajt, Jörg: Das große Krokodilbuch. Die Geschichte der berühmtesten Elektrolokomotiven der Welt. Heel Verlag : Königswinter 2002. - Zur Bibliographie.

»Für den schweren Güterzugdienst auf der Gotthardstrecke beschafften die Schweizerischen Bundesbahnen zwischen 1919 und 1926 insgesamt 51 elektrische Gelenklokomotiven, die aufgrund ihrer langen Vorbauten und ihres dreiteiligen Lokomotivkastens an das elegant-aggressive Erscheinungsbild eines Krokodils erinnerten. Fast zeitgleich stellten auch die Rhätische Bahn und die Seetalbahn artverwandte Lokomotiven in Dienst, so daß sich der Reptilienname schnell zu einem Synonym für eine ganze Generation kurvengängiger und leistungsstarker Elektrolokomotiven entwickeln sollte.«

Dem Klappentext dieser Bildband-Neuerscheinung aus dem Heel Verlag ist wenig hinzuzufügen, stellt er doch den inhaltlichen Schwerpunkt des Buches vor: Die ersten eisernen Krokodil-Bauarten in ihrem Mutterland Schweiz, weit entfernt von ihren tropischen Namensvettern, die zwar nicht den Lokfriedhof, wohl aber die Verarbeitung zu Handtaschen und Schuhen auch für betuchte Eidgenossen fürchten müssen. Primär als großformatiger Bildband konzipiert, enthält das Buch auch Texte unter anderem über die Entwicklung und den Einsatz der »berühmtesten Elektrolokomotiven der Welt«, über die deutschen Krokodile E 93 und E 94 sowie über die Miniaturausgaben für die Modellbahn.

Den Anfang und Schwerpunkt im Bildteil bilden natürlich die langgestreckten »originalen« Schweizer Krokodile Ce 6/8 mit ihren Varianten, die rund fünf Jahrzehnte den schweren Güterverkehr auf den Gotthard-Rampen beherrschten, bevor sie ihr Gnadenbrot im Rangierdienst oder vor Traditionszügen erhielten. Hier überzeugen vor allem die historischen Fotos der SBB sowie die zahlreichen im leichten Braun- oder Blauton wiedergegebenen Schwarzweißfotografien von Christian Zellweger. Beim Rhätischen Krokodil überwiegen neben anderen Abbildungen gute Farbaufnahmen von Michael Hubrich, während die E 93 und E 94 vorwiegend von Bernd Eisenschink in ihren letzten Einsatzjahren illustriert werden – ältere und aussagekräftige Fotos vor 1980 fehlen hier leider völlig. Ein wenig kompensiert wird dieses Defizit durch ein Kapitel über das deutsche »Kasten-Krokodil« E 91; die Bilder sind etwas älter, können jedoch motivlich und handwerklich nicht immer überzeugen. Wie geleckt und weit entfernt vom rauhen Alltagsbetrieb sehen dagegen die Modell-Krokodile auf den letzten Seiten aus, die schnell das Portemonnaie des Liebhabers leeren können: Für das Spur-I-Modell eines amerikanischen Herstellers muß man rund 12.000 DM berappen, hat dann aber ein elektrisches Reptil in der Vitrine, das sämtliche Klappen und Türen aufreißt ...

»Das große Krokodil-Buch« ist besser, als es so manche bisherige Veröffentlichung aus dem Heel Verlag befürchten ließ. Einzelnen Epochenlücken im Bildteil stehen solide und gut gedruckte Schwarzweiß- und Farbfotos gegenüber, die Texte sind kompakt und sehr informativ. Freunde der legendären Eisenfossile können damit gut und unterhaltsam die Wartezeit bis zum (imaginären) ultimativen Krokodil-Buch überbrücken: Mehr faszinierende Texte, mehr packende Fotos vom rauhen Betriebseinsatz (vor allem im Schneeland Schweiz), weniger Modellbahn-Schnickschnack. Und vor allem: Eine Führerstandsmitfahrt über den Gotthard oder die Geislinger Steige!

Joachim Seyferth

© Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Dumjahn Verlages.

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