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Eisenbahn-Dumjahn online

 

Frister, Thomas: Verkehrsknoten Gera (Dumjahn-Nr. 0011137)
Dumjahn-Nr. 0011137
ISBN-10:
3882552689

Peter J. Flaskamp:
»Fazit: Ein lesenswertes Buch.«

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140 Jahre Eisenbahn in Gera


Frister, Thomas: Verkehrsknoten Gera. 140 Jahre Eisenbahn in Gera (1859-1999). EK-Verlag : Freiburg 1999. - Zur Bibliographie.

Seit dem 19. März 1859 wird Gera, kreisfreie Industriestadt in Ost-Thüringen, durch die Eisenbahn erschlossen. Aus diesem Anlaß widmet der EK-Verlag Thüringens zweitgrößter Stadt ein Buch, welches nicht in Form einer »klassischen« (nüchternen) Chronik, sondern eher in Gestalt eines bunten Bilderbogens, der neben Informationen zur Geschichte und Gegenwart auch Prognosen für die Zukunft liefert, daherkommt.

Neben Informationen zu den politischen Rahmenbedingungen, das heißt der Kleinstaaterei und den damit verbundenen unterschiedlichen Interessen der beteiligten Staaten, die zum Bau von Bahnen führten, deren Zweck spätestens seit der Gründung der Deutschen Reichsbahn am 1. April 1920 und dem damit erfolgten Zusammenschluß der Länderbahnen oftmals überholt war, vermittelt der Autor einen Abriß über die Geschichte der verschiedenen Eisenbahngesellschaften (neben der Thüringischen Eisenbahn-Gesellschaft (Th. E. G.) waren auch die Eisenbahn-Gesellschaft Gössnitz-Gera (EGG), die Sächsisch-Thüringische Eisenbahn-Gesellschaft (Sä. Th. E. G.) und die Weimar-Geraer Eisenbahn-Gesellschaft vertreten) bzw. die von ihnen in und um Gera unterhaltenen Strecken.

Auch nach der Verstaatlichung herrschte zwischen der KPEV und der K. Sächs. Sts. E. B. ein regelrechter »Eisenbahnkrieg«, der zur Folge hatte, daß getrennte Anlagen und Strecken vorgehalten wurden, was neben finanziellen auch erhebliche betriebliche Auswirkungen hatte.

Den Kapiteln über die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen sowie über die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg folgen solche über durchgehende D-Zug-Verbindungen nach Süddeutschland, über Schnellzugverbindungen nach Böhmen durch das Elstertal, über Schnellzugverbindungen auf der Ost-West-Achse Erfurt - Gera - Dresden sowie nach Berlin, die die einstige Bedeutung Geras als - der Titel sagt es - Verkehrsknoten belegen.

Unfällen und Naturkatastrophen, Bahnbetriebswerken und Heizhäusern, den von Gera aus eingesetzten Lokomotiven und dem Eisenbahndreieck Gera - Weida - Wünschendorf / Elster sind weitere Kapitel gewidmet.

Schließlich folgen zwei Exkurse zur Geraer Straßenbahn (1892 wurde hier Deutschlands zweite elektrische Straßenbahn eröffnet) bzw. zur schmalspurigen Gera-Meuselwitz - Wuitzer Eisenbahn. Beide Bahnen waren nicht nur im Personenverkehr Anschlußtransportmittel zur »großen Eisenbahn«, sondern dienten zugleich auch der Güterbeförderung.

Den Abschluß bildet ein - zum Teil launischer - Rückblick und Ausblick, in welchem der Autor darauf hinweist, daß die jahrzehntelange Vernachlässigung des Schienennetzes in Ost-Thüringen zugunsten anderer Strecken bzw. anderer Verkehrsträger in Verbindung mit der Auflösung der bisherigen Verwaltungs- und Organisationsstrukturen der Eisenbahn zu Gunsten von Geschäftsbereichen sowie in Verbindung mit der Regionalisierung (Stichwort: »Neue Kleinstaaterei«) den Standort Gera seiner Chancen berauben, die sich durch dessen verkehrsgeographische Lage als Bindeglied zwischen Thüringen und Sachsen und in dem seit 1990 zunehmenden Nord-Süd-Verkehr eigentlich ergäben.

Sinnvolle Übersichtskarten (in Form von Gleis- bzw. Streckenplänen) sowie stimmungsvolle Aufnahmen machen die Lektüre dieses Buches zu einem Genuß. Daß Bildunterschriften gelegentlich nicht logisch zugeordnet sind bzw. daß diesen eine zeitliche Bestimmung fehlt, sei am Rande erwähnt, mindert den Genuß aber nur unerheblich. Fazit: Ein lesenswertes Buch.

Peter J. Flaskamp

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