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Eisenbahn-Dumjahn online

 

Garn, Robin (Hrsg.): Reichsbahn ohne Reich. Über die Nachkriegsgeschichte der ostdeutschen Staatsbahn. Band 2 (Dumjahn-Nr. 0013428)
Dumjahn-Nr. 0013428
ISBN-10: 3921980690

Horst-Werner Dumjahn: »RoR ist ein wichtiges Werk zur deutschen Eisenbahngeschichte! Man hätte ihm deshalb eine professionelle, 'klassische' Buchgestaltung gönnen sollen, ohne allen modischen Schnick-Schnack

Kurztext:
Nach dem Erfolg des ersten Bandes von »Reichsbahn ohne Reich« und als Mittelstück einer dreibändigen Reihe über die Entwicklung der ostdeutschen Staatsbahn (und dem zugleich wichtigsten Verkehrsträger der DDR) zeichnen nunmehr 16 Autoren - einfühlsame Zeitzeugen und Eingeweihte - erstmals ein umfassendes Bild der Epoche von der Souveränität des zweiten deutschen Staates bis zum Ende der Ära Ulbricht.

Der Herausgeber
Robin Garn, geb. 1959 in Berlin. Schule in Konstanz, Hamburg und Lima (Ohio). Ab 1979 Studium der Politischen Geographie und Wirtschaftsgeschichte in Hamburg und Berlin, zwischenzeitlich als Auktionsgehilfe in den USA als Fotograf und am Fließband in Hamburg gearbeitet.

Von 1973 bis 1989 rund ein Jahr, als Einreisender in Sachen Dampf, Land und Leute in der DDR unterwegs gewesen. Daran anknüpfend als Autor,Herausgeber und Plandampf-Initiator aktiv. Seit 1986 Verlagsangestellter in Hamburg.

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Dumjahn's Bahn-Rezensionen online:
»RoR ist ein wichtiges Werk!«

Garn, Robin (Hrsg.): Reichsbahn ohne Reich. Über die Nachkriegsgeschichte der ostdeutschen Staatsbahn. Band 2 (1955-1971): Der Zukunft zugewandt. Verlag LOK Report : Berlin und Münster 1999.

Der langerwartete Band 2 ist da, und der Rezensent könnte es sich leicht machen: er verweist einfach auf seine Besprechung des ersten Bandes, nachzulesen in Dumjahn’s Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 1997, ab S. 182, fertig. Nein, so einfach ist es leider nicht. Ärgerlich, weil: Die »Macher« wollen keine Tips, sie machen konsequent so »falsch« weiter wie schon beim ersten Band.

Das beginnt schon auf Seite 2, beim Schmutztitel. Eine Schriftgröße von 72 Punkt? Das darf doch nicht wahr sein! Ist es aber, schade. Blättert man weiter, zum Innentitel, so findet man die gleiche Schriftgröße beim Titel wieder, richtig auch den vierzeiligen (!) Untertitel, außerdem nicht weniger als 16 Autoren samt den Heimat-»Bws« (warum an dieser Stelle, und warum in Klammern?), aber die fürs Bibliographieren wichtige Verlagsangabe, die sucht man hier leider vergebens.

Na gut, denkt zum Beispiel der Bibliothekar, blättert man eben zur Impressumseite weiter. Doch das war keine gute Idee, denn auf der nächsten Seite (4), da folgt zunächst die zweiseitige Einleitung. Ja, auch diese Seiten sind bereits paginiert - und das geht dann so weiter bis zur Seite 224. Wie bitte, das stimmt nicht? Klar, wenn man schon einmal beim Sündigen ist, dann kann man natürlich auch noch den hinteren Vorsatz, also die Seite 225, mit bedrucken. Da war wohl der Rotstift »auf Urlaub«? Könner prüfen immer dann, wenn’s irgendwie eng wird, ab welcher Seite man kürzen bzw. ein, zwei »beliebige« Bilder weglassen kann.

Beispielhaft sei hier an das Prinzip der Tageszeitungen erinnert: Da passiert immer genau so viel, daß alle Seiten voll werden - und nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dies alles ist leider nicht empfehlenswert, sorry. Schließlich kostet das Buch stolze 44 Euro (88 Mark), da darf man wohl erwarten, daß mindestens die Regeln eingehalten werden, die man als Setzer und Buchgestalter schon in der ersten Woche lernen kann ...

Und was gefällt? Die konsequente Umsetzung des einmal gesteckten Ziels, das ist keine Frage. Auch die Bildauswahl und der Druck: Spitze

Bildlegenden: Na ja. Das gilt hier auch (wieder) für die Typographie, wie schon beim Band 1. Überhaupt: Wer den noch nicht kennt, der hat sicher Probleme mit dem Titel. Kaufmännisch orientierte (und verantwortliche) Verleger (resp. Verlagsleute) hätten da mindestens in die Einleitung eine Titelabbildung des ersten (und praktischerweise auch gleich eine des dritten) Bandes mit »eingebunden«. Anderswo nennt man das Marketing.

Aber so geht’s halt, wenn man die klassische Reihenfolge von Innentitel, Impressumseite, Inhaltsverzeichnis und Beginn des 1. Kapitels durcheinanderbringt bzw. ignoriert. Oder glauben die »Macher« wirklich, daß jeder, der das Buch nur bibliographisch zu »bearbeiten« hat, tatsächlich das Impressum auf Seite 7 (!) findet? Wie bitte? Er (oder sie) braucht doch nur ins Inhaltsverzeichnis zu schauen? Und wenn er (oder sie) gewohnt ist, solche wesentlichen Seiten immer nur auf einer rechten Seite zu suchen? - »Dann hat er halt Pech gehabt!« - »Mehr kann man für den Preis eben nicht verlangen - und deshalb hat der Band ja auch kein Personen-, Orts- und Sachregister. Wo kämen wir denn da hin?« Genau!

Sachlich: Erich Preuß, den wir inzwischen als »meckernden DR-Besserwisser« zu schätzen gelernt haben, fragte in einer em-Besprechung rhetorisch: »Das soll die DR gewesen sein?« Ein Hammer ist auch die Feststellung, es handele sich bei den, zugegeben: lesenswerten, Beiträgen »meist um Außenansichten westdeutscher Autoren«. Pardon: Warum überhaupt noch diese Teilung in Ost und West? Und warum hat sich bislang noch kein »ostdeutscher« Autor an die Arbeit gemacht? Zeitzeugen mit Tonbandgerät und Notizblock aufzusuchen, das hatte Dumjahn dem damals noch in Berlin ansässigen transpress-Verlag schon 1994/95 vorgeschlagen. Aber nein, da mußte man sich ja erst mal »Die Bayerische Zugspitzbahn« vornehmen und andere, gängigere Themen wie zum Beispiel »Die Wieslaufbahn« vorknöpfen, schließlich hatte über die noch niemand was zu Papier gebracht ... Trotzdem: Zeitzeugen »ja«, unbedingt, aber bitte bedenken: Nicht jeder »Vizepräsident« konnte druckreif schreiben - und Lektoren, die mit dem Autor am Manuskript »arbeiten«, die sind ja inzwischen eher Mangelware.

Mein Fazit: »RoR« ist ein wichtiges Werk zur deutschen Eisenbahngeschichte. Man hätte ihm deshalb eine professionelle, »klassische« Buchgestaltung gönnen sollen, ohne allen »modischen Schnick-Schnack«.

Horst-Werner Dumjahn

© Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Dumjahn Verlages.

Über den Rezensenten

Zu dieser Rezension erreichte die Redaktion eine E-Mail, die wir nachstehend gerne veröffentlichen:

Eben habe ich ihre Kritik an Band 2 des Werkes »Reichsbahn ohne Reich« gelesen. Schon bei Band 1 erging es mir betreffs der Gestaltung ähnlich: da hatte ich den Eindruck, daß einer am Layout gebastelt hat, der schon immer mal »'ne Schülerzeitung machen« wollte, dessen Tun aber von Leuten, die mehr Ahnung hatten, verhindert wurde.

In Anbetracht der Tatsache, daß sich hinter der Lebenslauf-Angabe »Verlagsangestellter« eine Tätigkeit beim Heinrich-Bauer-Verlag als Layouter von »Yellow-press«-Erzeugnissen verbirgt, bin ich aber noch ganz froh, daß dieses Buch nicht ganz in der Machart des »Goldenen Blattes« daherkommt.

Mit freundlichen Grüßen
Dominik Stroner

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