Zurück zur Startseite Ihr Mausklick für den schnellen Zugriff:

Der Link, der es bringt.
Die Buchtipps. / Die Rezensionen.
Das Autoren-Lexikon.
Zur nächsten Seite

 

Eisenbahn-Dumjahn online

 

Donatsch, Peter: Engadin. Bahn, Land und Leute (Dumjahn-Nr. 0013140)
Dumjahn-Nr. 0013140
ISBN-10:
3905111446
Größeres Bild ansehen

Robert A. Dräcker:
»Kurz: Das ist so recht ein Buch zum Schenken - und auch zum Selberschenken.«

Der Herausgeber und Fotograf:

Peter Donatsch, geboren 1958, kommt aus Malans. Freischaffender Publizist und Fotograf von gesellschaftlichen Themen im Bereich Mensch, Kultur, Natur im Alpenraum. Er publiziert unter anderem für die »Neue Zürcher Zeitung«, für »Via« und für die »Revue Schweiz«.

Zurück zur Liste der Rezensionen zur
Liste der Rezensionen

Zurück zu Dumjahn's Bahn-Bibliographie online
zu Dumjahn's Bahn-Bibliographie online

Pagerank erhoehen

Dumjahn's Bahn-Rezensionen online:
Der rote Faden: Rhätische Bahn


Donatsch, Peter (Hrsg.): Engadin. Bahn, Land und Leute. AS Verlag & Buchkonzept : Zürich 1999. - Zur Bibliographie.

Das Engadin. Hohe Berge, eine Ebene und Seen. Das besondere Licht Segantinis, die mystischen Visionen Nietzsches, die Hotelpaläste der Badrutt. Champagnerklima und Naturreservat. Verehrt, verklärt, verbaut. Aber es gibt auch ein anderes Engadin abseits von St. Moritz, den Oberengadiner Seen, dem Morteratschgletscher und dem Nationalpark, wo weder Segantini noch Giacometti malten. Dort liegen das Val S-charl mit dem uralten Arvenwald Tamangur und das Schloss Tarasp, mit seiner kuriositätenreichen Geschichte. Kontraste, wohin man blickt.

Bahnübergang in Madulain (Engadin)
In manchen Engadiner Dörfern scheint die Bahn mitten durch die gute Stube zu fahren. Bahnübergang in Madulain (Seite 96/97).

Diese Gegensätzlichkeiten spiegelt das AS-Regionenporträt, im Bild wie im Text, wider: Es ist ein bemerkenswertes, schönes Buch. Das ist auch im Wortsinne gemeint, es beginnt schon mit der typographisch gelungenen, informativen Vorsatzkarte. (Die sollte man, unterschiedlichen Lesegewohnheiten folgend, am besten im Nachsatz nochmals wiederholen, geht das ab der 2. Auflage?)

Der Journalist Werner Catrina schreibt über das Spannungsfeld zwischen High-Society-Treffpunkt und Naturpark, über das verstädterte St. Moritz und die abgelegenen Täler im Unterengadin. Über Geschichte und Geschichten rund um den Tourismus in diesem berühmtesten aller berühmten Hochtäler.
Ein neues »Bild der Alpen« zeichnet der rätoromanische Schriftsteller Clo Duri Bezzola. Ein überraschender, witziger, nachdenklich stimmender und äußerst lesenswerter Essay. Der Text ist ein sprechender Beweis dafür, daß das Engadin erst recht einen Besuch wert ist, wenn man darauf verzichten kann, überall »Typisches« zu sehen.

Und immer wieder taucht der rote Faden auf: die Rhätische Bahn als Alltagsbahn, als Sonntagsbahn, als Attraktion und als allgegenwärtiges Transportmittel. Peter Krebs versteht die Rhätische Bahn nicht nur als technisches Werk, sondern vor allem auch als kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Faktor im Bergland Graubünden.

Das AS-Regionenporträt gibt ein aktuelles Bild des Engadins wieder, daß sich vor Widersprüchlichem nicht scheut. Dazu tragen auch die feinfühligen Texte über Persönlichkeiten aus dem Tal bei, die im Buch eingestreut sind. Gut gefällt hier das Porträt von »Liane Christoffel, Zugführerin, Samedan« (Seite 98). Zitat: »Die Eisenbahn ist eine Mannschaftsangelegenheit; je besser die Zusammenarbeit, desto einfacher ist die Aufgabe des Einzelnen.« (Ein Geschenktip für Herrn Mehdorn?)

Der neue Vereinatunnel (Seite 104 ff.) ist schon »drin« und lesenswert ist in diesem Zusammenhang auch die knappe Darstellung des Bahnbaus in Graubünden, die durch eine informative, mehrfarbige Karte ergänzt wird. Man darf gespannt sein, wann hier die nächsten Projekte in Richtung Landeck und Meran (!) gestartet werden. Bis dahin gilt aber: Die Fotografien von Peter Donatsch, sie präsentieren die Bündner Bilderbuchlandschaft aus überraschenden und vielen unbekannten Blickwinkeln.

Kurz: Das ist so recht ein Buch zum Schenken - und zum Selberschenken. Und natürlich auch »Pflichtlektüre«, wenn's (wieder mal) um die Vorbereitung einer Reise ins Engadin geht.

Robert A. Dräcker

© Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Dumjahn Verlages.

Über den Rezensenten

Zum Seitenanfang


Zurück zur Liste der RezensionenZur Impressumseite Mit »Eisenbahn-Dumjahn online« immer auf dem richtigen Gleis ... Weiter zur nächsten Rezension

 

Eisenbahn-Dumjahn online

 

© Copyright 1999 by Horst-Werner Dumjahn. Alle Rechte vorbehalten
Dumjahn Verlag Strasse Immenhof 12 PLZ-Ort D-55128 Mainz International +49 +6131 330810 Telefon +49 6131 330810
Der »schnelle Draht« zu uns ist Ihre E-Mail: eisenbahn@dumjahn.de