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Dostal, Michael: Baureihen 112, 143. Moderne Elektrolokomotiven für ganz Deutschland (Dumjahn-Nr. 0012607)
Dumjahn-Nr. 0012607
ISBN-10:  3932785509

Peter J. Flaskamp:
»
Fazit: Ein interessantes Buch über zwei 'Allerweltsbaureihen', die dem Enthusiasten beinahe täglich begegnen.«

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Die Kinder der »weißen Lady«


Dostal, Michael: Baureihen 112, 143. Moderne Elektrolokomotiven für ganz Deutschland. GeraMond Verlag : München 2000. - Zur Bibliographie.

Die Fahrzeuge der Baureihen 112 und 143 können mit Fug und Recht als die ersten »gesamtdeutschen« Lokomotiven bezeichnet werden: Nachdem 1982 die Baumusterlokomotive 212 001 (Spitzname: Weiße Lady) erstmals vorgestellt und in der Folge ausgiebig erprobt wurde, begann ab August 1984 die Serienfertigung; nunmehr aber in Ausführung der langsameren, als BR 243 bezeichneten Maschinen.

Bis November 1990 wurden 646 Exemplare dieser Bauteile in Dienst gestellt. Von Oktober 1990 bis Januar 1992 wurden zugleich die ersten vierzig »Schnell-Läufer« der BR 212 auf die Gleise gestellt. Bedingt durch die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten kooperierten auch die Deutsche Bundesbahn und die Deutsche Reichsbahn enger als zuvor. Von Ende 1992 bis zum 31. Mai 1994 wurde von beiden Bahnen eine gemeinsame Serie von 90 Lokomotiven beschafft, deren letzte Exemplare bereits an die Rechtsnachfolgerin der beiden Bestellerinnen, die Deutsche Bahn AG, übergeben wurde.

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Eine Leihlok BR 143 steht im März 1993 im Bw Bielefeld. Foto: Peter J. Flaskamp.

Gleichzeitig mit dem Beginn der Serienfertigung der BR 212 kamen teilweise erstmals Lokomotiven der BR 243 im Westen zum Einsatz. Ihre Zahl stieg von 2 (Sept. 1990) über 23 (April 1991) auf 150 (November 1992). Heute sind die 776 Exemplare der Baureihen 112 bzw. 143 im ganzen Bundesgebiet eingesetzt.

Vor diesem Hintergrund war es eine Frage der Zeit, wann dieses interessante Thema auch in der Literatur berücksichtigt würde.

Michael Dostals Buch »Baureihen 112, 143. Moderne Elektrolokomotiven für ganz Deutschland« unterscheidet sich von den »typischen« Baureihen-Büchern dadurch, daß die zugrundeliegenden Fahrzeuge gerade einmal zwischen 6 und 18 Jahre alt sind. Dies hat Vorteile (Zugriff auf Unterlagen des Herstellers bzw. der Betriebserprobung), aber auch Nachteile (nämlich, daß in dieser relativ kurzen Zeit noch nicht soviel passiert sein kann, wie dies etwa bei den Lokomotiven der Baureihe V 200 der Fall ist).

Das Buch behandelt zunächst ausführlich die Vorgeschichte, die schließlich zur Entwicklung der Baumusterlok. führte, sowie deren Untersuchung. Drei Kapitel über den mechanischen und den elektrischen Teil sowie über Design und Farbgebung (mit einigen interessanten Farbstudien) schließen sich an. Einem Kapitel über Beschaffung, Einsatz und Unfälle folgen solche über die Unterhaltung, Modelle und zwei statistische Übersichten zur BR 112 bzw. 143.

Während der Autor die Lok und deren Aufbau detailliert beschreibt, verliert er sich stellenweise in Details, die zwar interessant sind, die das Buch aber sehr lehrbuchhaft erscheinen lassen. Ganz besonders fällt dies bei der Aufzählung der »Pflichten des Lokomotivführers bei der Lokübernahme« (Doppelseite 120/121) auf: Daß der Lokführer den Hilfsgang vom Führerstand 1 aus zu betreten hat und dabei zuerst die Hilfsgangbeleuchtung einschalten, danach den Werkzeugschrank zu öffnen und die Handlampe zu entnehmen hat, gehört in ein Ausbildungsheft für Triebfahrzeugführer hinein, geht aber definitiv über den Umfang dieses Themas hinaus. Doch dies nur am Rande. In anderen Bereichen geht der Autor hingegen neue Wege, so etwa, wenn er den Modellen ein eigenes Kapitel widmet.

Da eine Vielzahl von Eisenbahn-Enthusiasten Interesse sowohl für das Vorbild als auch fürs Modell hegt und trotz der relativ kurzen Dienstzeit des Vorbildes bereits eine Vielzahl von Modellvarianten (oft als Sonderserie) existiert, ist die ausführliche Behandlung der Modelle im Zusammenhang mit dem Vorbild zweckmäßig und auch für andere Bücher nachahmenswert.

Fazit: Ein interessantes Buch über zwei »Allerweltsbaureihen«, die dem Enthusiasten beinahe täglich begegnen.

Peter J. Flaskamp

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