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Neumann, Holger; Kästner, Sven: Die letzten schmalspurigen Kohlebahnen Ostdeutschlands. Wolfgang Herdam Fotoverlag : Gernrode 2000 (Dumjahn-Nr. 0014982)
Dumjahn-Nr. 0014982
ISBN-10: 3933178061

Andreas Christopher:
»... entstand ein sehr interessantes, in sich abgeschlossenes und flüssig lesbares Buch über ein besonderes Spezialkapitel der Eisenbahntechnik.«

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Über ostdeutsche Kohlebahnen


Neumann, Holger; Kästner, Sven: Die letzten schmalspurigen Kohlebahnen Ostdeutschlands. Wolfgang Herdam Fotoverlag : Gernrode 2000. - Zur Bibliographie.

Nachdem bereits 1988 im rheinischen und 1991 im hessischen Revier der elektrische Grubenbahnbetrieb auf 900 mm-Spurweite geendet hatte, gab es seitdem nur noch in den neuen Bundesländern Schmalspurbetrieb im Braunkohlenbergbau. Im September 1999 wurde nun auch im mitteldeutschen und im Dezember 1999 im Lausitzer Revier der Betrieb auf der klassischen 900 mm-Spur eingestellt. Die bekannten Werkbahnautoren Holger Neumann und Sven Kästner nahmen diesen Termin zum Anlaß für ein Buch über die letzten schmalspurigen Kohlebahnen Ostdeutschlands.

Mit großer Neugier nahm ich das Buch zur Hand - wie würde wohl das für Außenstehende kaum durchschaubare Spezialgebiet der Eisenbahngeschichte für den Leser aufbereitet sein? Und: Haben es die Autoren geschafft, das Thema verständlich darzustellen?

Die Antwort muß heißen: ja! Die Autoren haben ein in sich schlüssiges Konzept gewählt. In dem Buch werden alle 900 mm-Grubenbahnbetriebe beschrieben, auf denen zum 1. Januar 1994, dem Datum der Teilung des ostdeutschen Braunkohlenbergbaus in privatisierte Unternehmen und staatlichen Auslaufbergbau, noch Kohlentransporte stattfanden. In Mitteldeutschland waren dies die Betriebe Schleenhain, Zwenkau und die Kohlenverbindungsbahnen, in der Lausitz die Betriebe Berzdorf mit dem Kraftwerk Hagenwerder und Meuro mit einem größeren Netz an Kohlebahnen, durch welche Kraftwerke und Brikettfabriken versorgt wurden.

Das Datum 1. Januar 1994 wurde recht geschickt gewählt, da zu diesem Zeitpunkt der schmalspurige Grubenbahnbetrieb schon recht übersichtlich war. Ein Buch über den gesamten ostdeutschen Braunkohlenbergbau und seine Bahnen zu verfassen wäre wegen des Umfangs wohl ein kaum zu bewältigendes Unterfangen geworden, außerdem hätte sich auch Vieles wiederholt, da die Bahnen doch alle ein relativ einheitliches Erscheinungsbild aufwiesen mit ähnlichen Lokomotiven und Strecken zwischen den Tagebauen und Verbrauchern, also den Kraftwerken oder Brikettfabriken.

So aber entstand ein sehr interessantes, in sich abgeschlossenes und flüssig lesbares Buch über ein besonderes Spezialkapitel der Eisenbahntechnik. Zunächst wird näher auf Ausrüstung und Betrieb der Bahnen eingegangen, also auf Fahrzeuge, Gleisanlagen und Bahntechnik. Anschließend gibt es Kapitel über Mitteldeutschland und die Lausitz, in denen die zuletzt betriebenen Bahnen vorgestellt werden. Dabei sollen die ausführlichen Loklisten und die große Anzahl von motivlich interessanten und sehr gut wiedergegebenen Fotos, zur Hälfte in Farbe, besonders erwähnt werden. Auch die der Entwässerung dienenden 600 mm-Untertagebahnen werden kurz besprochen. Gut gezeichnete Übersichts- und Streckenkarten sind im Vor- und Nachsatz zu finden. Ein wenig dünn ist das Literaturverzeichnis ausgefallen, da wird gerade mal auf acht Veröffentlichungen hingewiesen.

Das von Wolfgang Herdam verlegte Buch ist in gleichem Stil wie "Feld- und Grubenbahnen in der DDR - ein Streifzug in Bildern" gehalten (siehe unsere Rezension in Dumjahn’s Jahrbuch für Eisenbahnliteratur 2000, S. 150). Der auf den ersten Blick recht stolze Preis von 58,-- DM rechtfertigt sich aber wegen der sehr guten Ausstattung und der sicherlich nicht allzu großen Auflage des Bandes.

Erfreulich ist, daß alle in der damaligen Buchbesprechung kritisierten Punkte jetzt berücksichtigt wurden. So ist das Layout wesentlich ruhiger geworden, die Bildtexte sind in größerer und damit besser lesbarer Schrift gehalten und der Fließtext wurde zweispaltig wiedergegeben. So macht Buchkritik Spaß, wenn man erkennt, daß sie bei Verlag und Autoren auch etwas bewirkt.

Andreas Christopher

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