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Pokschewinski, Karl: Feuerlose Lokomotiven. Geschichte, Funktion und Einsatz der Dampfspeicherloks (Dumjahn-Nr. 0015047)
Dumjahn-Nr. 0015047
ISBN-10
: 3931647102
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Peter J. Flaskamp:
»Fazit: Feuerlose Lokomotiven sind keineswegs ein Thema ohne Feuer und die Ausführungen des Autors sind alles andere als heiße Luft.
Sicherlich kein Thema für jedermann, aber ein »Muß« für alle Industrie- und Werkbahn-
Enthusiasten. Solide gemacht.«

ISBN 3-931647-10-2

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Dampfspeicherloks -

ein Thema ohne Feuer?

Pokschewinski, Karl: Feuerlose Lokomotiven. Dampfspeicherloks und ihre Geschichte, Einsatz und Verbleib. Lokrundschau Verlag : Gülzow 2000. - Zur Bibliographie.

Dampfspeicherloks sind sicherlich kein Thema, bei dem der gemeine Eisenbahn-Fan leuchtende Augen und einen beschleunigten Pulsschlag bekommt. Ausstellungen. wie etwa das Dresdner Dampftok-Fest zeigten sogar, daß ein erstaunlich großer Teil der Besucher nicht einmal erkennt, daß es sich bei dem vorgestellten Exponat um eine Dampfspeicherlok handelt! Und wenn nicht Modellbahn-Hersteller wie etwa Liliput sich des Themas angenommen hätten, so wären diese Fahrzeuge mit dem Niedergang der Industrie im Osten Deutschlands sang- und klanglos in Vergessenheit geraten.

Doch abgesehen von den besagten Modellen, über die in der Fachpresse ausführlich berichtet wurde, erschien kürzlich im Lokrundschau-Verlag ein Werk zum Thema. Der Untertitel »Geschichte, Funktion und Einsatz der Dampfspeicherloks« ist Programm. Das Buch gliedert sich zunächst in Kapitel über die Erfindung und Entwicklung der Dampfspeicherlokomotive (deren erstes Exemplar bereits 1873 gebaut wurde), ihre Berechnung sowie über ihre Behandlung im Betrieb. Leicht verständlich beschreibt der Autor die Funktionsweise und illustriert diese anhand von Zeichnungen bzw. Schnittbildern.

Diesen schließen sich Kapitel über Sonderformen an, nämlich über Natronloks der Bauart Honigmann, Hochdrucklokomotiven, die Kriegslokomotiven KFL 1 und KFL 2, Dampfspeichertoks im Braunkohtentagebau sowie über Umbauten (aus »normalen« Dampflokomotiven).

Schließlich folgen Kapitel über die verschiedenen Hersteller (nahezu jeder Hersteller hatte »Feuerlose« im Programm; in Klammern jeweils die gebauten Stückzahlen): Borsig (112), Esslingen (30), Freudenstein (2), Hanomag (90), Hartmann (11), Henschel (230), Hohenzollern (398), Humboldt (mind. 3), Jung (82), MBG Karlsruhe (mind. 2), KraussMaffei (91), Krupp (74), Linke-Hofmann (mind. 16), LKM (ca. 282), Raw Meiningen (202; bis 1988!), Orenstein & Koppel (301), Schwartzkopff (mind. 5), Vulcan (3), Wiener Lokomotivfabrik Floridsdorf (60) sowie Wiener Neustadt (l).

Wenngleich das Gros der gebauten Lokomotiven normalspurige B- und C-Kuppler waren, so finden sich in den unter anderem mit Katalogauszügen illustrierten Lieferverzeichnissen Fahrzeuge in Spurweiten von 400 mm (zum Beispiel Maffei 3.735/1912) bis 1676 mm (zum Beispiel: Henschel 10.816/1911) sowie in Achsfolgen von lA (,Hanomag 6.188/1911) bis E (Henschel 1.4.440 ff./1916). Auch Exoten wie etwa eine feuerlose Kranlok (Hartmann 3.841/1915) oder eine B'B'-gekuppelte Grubenlokomotive (Henschel 14.289/1916) sind abgebildet.

Lausitzer Bergbaumuseum Knappenrode: Gilli-Hochdrucklok WLF 9.194/1942, ex VE BKK Senftenberg. Foto: Peter J. Flaskamp (24. Sept. 1000).
Lausitzer Bergbaumuseum Knappenrode: Gilli-Hochdrucklok WLF 9.194/1942, ex VE BKK Senftenberg. Foto: Peter J. Flaskamp (24. Sept. 2000).

Abgerundet wird dies alles von einer nach Bundesländern geordneten Aufstellung der (nicht mehr im Betriebsdienst stehenden bzw. abgestellten) erhaltenen Dampfspeicherloks.

Das Thema wird erschöpfend behandelt, der Leser wird aber nicht gelangweilt. Die zahlreichen Zeichnungen sind relativ gut wiedergegeben, die Fotos überzeugen ebenfalls (und regen Modellbahner eventuell zum Nachbau einzelner Fahrzeuge oder des Umfeldes an?). Als störend werden lediglich die relativ zahlreichen Druckfehler empfunden.

Fazit: Feuerlose Lokomotiven sind keineswegs ein Thema ohne Feuer und die Ausführungen des Autors sind alles andere als heiße Luft. Sicherlich kein Thema für jedermann, aber ein »Muß« für alle Industrie- und Werkbahn-Enthusiasten. Solide gemacht.

Peter J. Flaskamp

© Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Dumjahn Verlages.

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