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Eisenbahn-Dumjahn online

 

Knipping, Andreas; Schulz, Reinhard: Eisenbahnen zwischen Ostfront und Atlantikwall 1939-1945 (Dumjahn-Nr. 0016073)
Dumjahn-Nr. 0016073
ISBN-10: 3613711931

Didier Bauziere:
»
Mit Blick auf die traditionelle Klientel des transpress Verlages, die sich sowohl auf Grund der Themenwahl als auch der Autoren (z. B. Preuß) in den östlichen Bundesländern ausmachen läßt, wären die Verlegerin wie die Autoren gut beraten, dem ideologisch verbogenen und halbwahren Geschichtsbild der SED nicht noch eine nicht weniger verzerrte Light-Version der Zeitgeschichte hinzuzufügen

Die Autoren
Andreas Knipping ist Richter in München. Der bekannte Buchautor gilt als profunder Kenner der Eisenbahngeschichte, insbesondere der Schienenhistorie in den beiden Weltkriegen.

Reinhard Schulz lebt und arbeitet in Köln. Der gebürtige Berliner widmet sich besonders der Geschichte des Schienenverkehrs seiner Geburtsstadt.

Die beiden Autoren brachten bei transpress den erfolgreichen Titel Reichsbahn hinter der Ostfront 1941-1944 heraus.

Anmerkungen und
Literaturangaben:
1
) Piekalkiewicz, Janusz: Die Deutsche Reichsbahn im Zweiten Weltkrieg. Motorbuch Verlag : Stuttgart 1989.

2) Autorenkollektiv (Hrsg.): Uns gehören die Schienenwege. Eine Festschrift des Ministeriums für Verkehrswesen der Deutschen Demokratischen Republik zum 125jährigen Jubiläum der Eisenbahn in Deutschland. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen : Berlin 1960 und Rehbein, Elfriede (Hrsg.): Deutsche Eisenbahnen 1835-1985. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen : Berlin 1985.

3) In der Traditionslinie des transpress Verlages liegt ein solches pädagogisches Bemühen des Lektorats schon, keinen Leser ohne entsprechende Interpretationshilfen in die unsicheren Gewässer europäischer Zeitgeschichte zu entlassen. Zu DDR-Zeiten wurde sehr viel Wert darauf gelegt, ja, man gab Autorenkollektiven noch parteifeste Kader bei wie zum Beispiel die Dresdener Ökonomie-Professorin Elfriede Rehbein.

4 ) Groehler, Olaf: Geschichte des Luftkrieges. Militärverlag der DDR : Berlin 1981.

5 ) Dejonge, Etienne; Le Maner, Yves: Le Nord – Pas-de-Calais dans la main allemande 1940 – 1944. La Voix du Nord : Lille 1999.

6) Das Buch Pod ochranou Rise (Unter dem Schutz des Reiches) von Tomás Pasák. (Práh : Praha, 1998) ist eine ausgezeichnete Arbeit, die nicht ohne Grund bis zur »samtenen Revolution« in der CSSR auf dem Index stand. Die Lektüre zeigt sehr deutlich die teilweise gravierenden Unterschiede zwischen der Behandlung von Elsaß-Lothringen einerseits und des »Protektorats Böhmen und Mähren« andererseits.

7) Hier sei vor allem auf die Werke des französischen Historikers Henri Amouroux – La vie des français sous l’occupation (Fayard : Paris 1961) verwiesen.

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Philipp
Jenninger läßt grüßen

Knipping, Andreas; Schulz, Reinhard: Eisenbahnen zwischen Ostfront und Atlantikwall 1939-1945. transpress Verlag : Stuttgart 2002. - Zur Bibliographie.

Eigentlich ist es gut, wenn es Nicht-Historiker gibt, die sich der Geschichte der Eisenbahnen publizistisch annehmen, weil diese auch die Geschichte eines Landes, seiner Kultur und seines Wertekanons ist. Bemerkenswert ist in diesem Kontext, daß in den letzten Jahren immer mehr Eisenbahnautoren dem Historiker Piekalkiewicz1) folgten und in die weniger brillanten und gern verdrängten Zeiträume des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkrieges hinabsteigen.

Noch in den siebziger Jahren waren solche Exkursionen in der alten Bundesrepublik ein Tabu, welches nur verschämt und mit umständlichen Erklärungen angegangen wurde. Die innere Aussöhnung in der Nachkriegszeit hatte es mit sich gebracht, daß sich einige hervorragende Persönlichkeiten der Bundesrepublik nur recht ungern daran erinnern mochten, bereits unter dem Hakenkreuz ziemlich agil gedient zu haben.

Ähnliche Probleme hatte es auch in der DDR gegeben, aber dort wurden die brauchbaren Altkader per ordre di mufti entnazifiziert. In der gleichgeschalteten DDR-Medienlandschaft war mit unerfreulichen Entdeckungen zu deren Vergangenheit nicht zu rechnen. 

Dafür gab es jedoch ein zusätzliches Problem, das in einem ideologischen Dilemma bestand: Einerseits mußte die Sowjetunion als die Wiege allen menschlichen Fortschritts dargestellt werden, was die Moral ebenso einschloß wie Wissenschaft und Technik, andererseits ließen sich die anfänglichen Erfolge der Wehrmacht nicht nur aus einer weltanschaulichen Perfidie heraus erklären. Das Geschichtsbild der DDR stellte daher sicherheitshalber auf den Kampf der Roten Armee, der kommunistischen Partisanen und der Arbeiterparteien ab. Technische, das Wort ist hier wörtlich zu nehmen, Details waren da weniger gewünscht. Eine Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Eisenbahnen im Zweiten Weltkrieg hat es daher nur vereinzelt und dann auch nur in sehr kurzer und ideologisch verzerrter Form gegeben 2.

So gesehen kann die vorliegende Arbeit der Herren Knipping und Schulz nur begrüßt werden. In der bewährten Tradition von transpress (begonnen hatte bekanntlich alles schon in der DDR, mit den unvergeßlichen Bildbänden über die legendären Dampflok-Baureihen 01 und 44) eröffnet das Werk eine fotografische Sicht auf den letzten großen Eisenbahnkrieg der Menschheit, wie die Autoren korrekt feststellen.

Weder die von den Autoren getroffene Auswahl noch die sorgfältige Kommentierung der Bilder lassen zu wünschen übrig. 

Es fehlt auch nicht an der ironisch-kritischen Distanz zu den häufig für eine unerträgliche Kriegspropaganda genutzten Szenen. So finden sich auf den Archivfotos sowohl der »dienstbeflissene« Reichsbahner als auch der reichsdeutsche Polizist, der »bewußte Lässigkeit zur Schau stellt« (S. 35).

Die umfangreichen Textpassagen zu Beginn des Buches und eines jeden Kapitels lassen die Befürchtung der Verfasser erkennen, daß der Leser eben doch nicht so mündig und in seinen Wertvorstellungen gefestigt sei, um ohne die väterlich-ermahnenden Erläuterungen 3) der einstigen Kriegspropaganda und den damit verbundenen Träumen vom Großdeutschen Reich widerstehen zu können. Diese Sorge ist es auch, die die Autoren auf ein Feld führt, auf dem es ihnen letztlich an der erforderlichen Sachkenntnis mangelt.

Die geraffte Beschreibung der Jahre bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und auch die Bemerkungen zu den Kriegsereignissen selbst lassen gefährliche Vereinfachungen deutlich werden, die sicherlich die Veteranen des Krieges unter der anvisierten Leserschaft nicht verprellt, die aber gleichzeitig auch bei der jüngeren Generation nicht wirklich die Auseinandersetzungen mit dieser Zeit befördert.

So gerät der Luftkrieg gegen England (S. 12) ausschließlich zu einem Akt persönlicher Revanche: »Blinde Rachsucht bestimmte seinen Entschluß, Churchill mit der Bombardierung britischer Städte zu bestrafen.« In dieser Beziehung sind nicht nur britische Historiker (die eigentlich Betroffenen) wesentlich nüchterner, sondern auch DDR-Militärhistoriker wie Groehler 4) konnten trotz aller ideologischen Fixierung bestimmten Einsichten nicht ausweichen. Aber sein Werk über den Luftkrieg erschien eben nicht beim (VEB) transpress sondern im Militärverlag der DDR, und Konkurrenzprodukte mußte man wohl auch damals schon nicht unbedingt lesen ...

Wer sich mit dem Verhältnis des Vereinigten (Insel-)Königreiches zum europäischen Kontinent beschäftigt, wird bereits in der Zeit des ruhmreichen Kaisers der Franzosen, Napoleon Bonaparte, erkennen, daß es ein argwöhnisch gehütetes Axiom britischer Außenpolitik war, keine kontinentale, paneuropäische Hegemonialmacht zu dulden. Napoleon hatte dies ebenso scharfsinnig erkannt (Lager von Boulogne) wie seine Gegner mit ihrer Obsession, den 1815 endgültig demontierten Kaiser möglichst weit weg vom europäischen Kontinent und unter schärfster Aufsicht zu deponieren. 

So ließ sich die britische Politik eben auch bis zum Vorabend des Zweiten Weltkrieges von dem alten Grundsatz römischer Macht divide et impera leiten. Folglich hatte der Luftkrieg Hitlers ebenso wenig etwas mit Rachsucht zu tun wie die Kontinentalsperre eines Napoleon Bonaparte.

Auch für die Konsequenz aus der Besetzung der »Rest-Tschechei« gibt es eine einfache, griffige und doch im Kern falsche Perspektive: »Nun hatte er (gemeint ist wieder der Führer - D.B.) sich das Britische Weltreich zum Feind gemacht. Er hatte Chamberlain desavouiert und sollte Churchill fürchten lernen.«

Die Geschichte läßt sich eben nicht auf unversöhnliche Streitereien böser Buben um Sandburgen reduzieren, weil wir damit völlig ignorieren würden, daß es vor 1939 bei den politischen Klassen in Frankreich (Daladier war immerhin Radikalsozialist – sic!) und England ein nicht zu übersehendes Interesse an einem hinreichend militärisch starken Deutschland gab, welches sich in gebührender Form des finsteren kommunistischen Sowjetreiches hätte annehmen können. 

Daß der Sowjetkommunismus keinesfalls ein Hort der Humanität war, ist heute hinreichend bekannt. Aber unsere Demokratien haben leider auch die gefährlich Tendenz, den Teufel mit dem Belzebub austreiben zu wollen, was unabsehbare Konsequenzen zeitigen kann, wie die Biographie des einstmals im Kampf gegen den Iran nützlichen irakischen Diktators zeigt. Wie würde es sich auch anders erklären lassen, daß sich die französische Regierung, und die bestand eben nicht nur aus einer einzigen historischen Figur, ganz ernsthaft damit beschäftigte, ein Expeditionskorps nach Finnland zu entsenden, um dort gebührende Hilfe gegen die finsteren Sowjets zu leisten.

Es ist auch eigenartig, daß es noch nach dem 15. März 1939 verschiedene Kontakte zwischen dem offiziellen Deutschland und wirtschaftlichen wie auch politischen Kreisen auf der britischen Insel gegeben hat. Heute, da die Archive zugänglich sind und eine Unzahl von sehr sorgfältigen historischen Analysen vorliegen, ergibt sich ein sehr vielschichtiges Bild der Interessenlage Großbritanniens, die sich keineswegs in der unüberbrückbaren Feindschaft zwischen Hitler und Churchill erschöpfte.

Der Rezensent hält die Einengung der Geschichte des Zweiten Weltkrieges, besonders aber der kriegerischen Aktionen der deutschen Wehrmacht, auf die Person Adolf Hitlers für außerordentlich bedenklich. Jüngste historische Untersuchungen zeigen nämlich erschreckend deutlich, daß die Diktatur und ihr Diktator auch noch in den ersten Kriegsjahren auf die Sympathie, die Zustimmung oder zumindest auf die passive Unterstützung bei der Mehrheit der Deutschen vertrauen konnten.

Den Autoren entschlüpft auf Seite 101 folgende interessante Feststellung: »Nach der Wende des Krieges im Spätherbst 1941 schwand die Motivation zum Fotografieren. Nun galt es nicht mehr, dem Krieg interessante Erlebnisse - und Bilder - abzugewinnen, sondern ihn zu überleben. Der Abenteuerurlaub war vorbei.« Mal abgesehen davon, daß der Text in seiner Ungeschicklichkeit hart in die Nähe der berühmt-berüchtigten Rede eines Philipp Jenninger vor dem Deutschen Bundestag gerät, so ist die Feststellung im Kern doch richtig und zeigt, daß es eben nicht nur ein Adolf Hitler allein war, der Millionen von Deutschen zu willenlosen Werkzeugen seiner Verbrechen degradierte.

Geschichte ist eben nur sehr selten einfach und meist auch für die Beteiligten nicht sehr bequem, Franzosen eingeschlossen.

»Man wird in der Weltgeschichte lange suchen müssen, um ein Beispiel für ein solches Geschenk eines Herrschers an seinen ärgsten Feind und Konkurrenten zu finden«, orakeln Knipping und Schulz düster, wenn sie sich dem deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt von 1939 widmen. Auch hier Unschärfe anstelle von klaren Aussagen. 

Beide Regime waren nach unserer heutigen Sichtweise extreme totalitäre Diktaturen und bedienten sich - trotz unterschiedlicher ideologischer Zielsetzungen - ähnlicher Methoden zum Machterhalt. Wenn schon »Geschenke« (das Wort verbrämt einen einfachen imperialen Interessenausgleich zu einem gegebenen Moment), dann wurden sie auch und gerade durch die Sowjetunion gemacht - denken wir nur an die Emigranten, die der Gestapo und damit dem sicheren Tod überantwortet wurden, oder an die gewaltigen Rohstofflieferungen an Deutschland.

Die vermeintlichen Geschenke Deutschlands hingegen - das Baltikum, Ostpolen, Teile Rumäniens - waren nichts, was Deutschland zu diesem Zeitpunkt schon besessen hätte, wohl aber etwas, was es sich einzuverleiben gedachte. Und dies ließ sich wie schon 1812 oder während des Ersten Weltkrieges und in den Kriegsspielen danach nur dann verwirklichen, wenn Rußland bzw. die Sowjetunion als ernstzunehmender Rivale ausgeschaltet worden wäre. 

An einer solchen Zielstellung wiederum durfte auch der geistig beschränkteste Leser des Ergusses »Mein Kampf« schon lange vor dem Jahr 1939 keinen Zweifel mehr haben.

Kleinere Ungenauigkeiten geraten in diesem Kontext fast zu vernachlässigbaren Kleinigkeiten. Als Beispiel mögen die folgenden Ausführungen zur Okkupationspolitik dienen: »Nordfrankreich und ein Gebietsstreifen entlang der Atlantikküste bis zur spanischen Grenze wurden von der Wehrmacht besetzt. In Vichy - im unbesetzten Gebiet - konstituierte sich eine französische Regierung, die in jeder Hinsicht deutschen Weisungen zu gehorchen hatte ...« (S. 46/47).

Die Realität war indes weitaus weniger idyllisch. Nordfrankreich (gemeint sind die Departements Nord und Pas-de-Calais) wurden zur verbotenen Zone (zone interdite) erklärt und aus dem Beziehungsgeflecht der französischen Wirtschaft herausgerissen. Eine zeitlang sogar, so ergeben es die historischen Quellen, war ein Zusammenschluß dieses bedeutenden industriellen Territoriums mit Belgien erwogen worden 5. Dieser Teil, wie auch alle übrigen Regionen Frankreichs mit Ausnahme des sogenannten France libre, war von deutschen Truppen besetzt.

Das Waffenstillstandsabkommen zwischen Frankreich und Deutschland vom Sommer 1940 sah unter anderem vor, »daß Elsaß-Lothringen wieder unter deutsche Verwaltung gestellt wurde. ... (Mit dieser nicht-förmlichen Annexion entstand nach dem ›Protektorat‹ 6) und dem Generalgouvernement wiederum ein Herrschaftsgebiet mit einem schwer zu definierenden Sonderstatus ...)« (S. 46). Die »nicht-förmliche« war eine faktische Annexion, um in der Diktion der Autoren zu bleiben, denn im Gegensatz zu den anderen »Erwerbungen« Deutschlands, die zum Vergleich herangezogen werden, wurde in Elsaß-Lothringen die Wehrpflicht ebenso eingeführt wie ein Großteil des deutschen Rechtssystems, und auch die Zollgrenzen wurden wieder wie zur Zeit vor 1914 eingerichtet. Bei einiger Sorgfalt hätten die Autoren noch weitere Elemente für die faktische Integration dieser französischen Gebiete in das nationale Territorium des Deutschen Reiches finden können7. Der Versuch, einer rechtswidrigen Tat ein legalistisches Gewand zu geben (das Gegenteil von »nicht-förmlich« also), ändert nichts an dem durch die Rechtsverletzung geschaffenen Tatbestand.

O si tacuisses, philosophus mansisses, so sagten die alten Lateiner, und wahrscheinlich wäre es auch besser für dieses Buch gewesen, wenn sich Autoren und Verlag dieses fragwürdigen publizistischen Ausrittes in unsicheres Gelände enthalten hätten. In der dreibändigen Ausgabe »Lokomotiven ziehen in den Krieg« (Wien 1977), die in ihrem Anliegen eine ähnliche Zielstellung verfolgte, reflektierten die Eisenbahnautoren Hansjürgen Wenzel und Johann Stockklausner in wohltuend-sachlicher Form den tatsächlichen Gang der Geschichte.

Peinlichkeiten wie diese (S. 10) - Philipp Jenninger läßt grüßen – gehören nun einmal nicht in ein Buch zur Eisenbahngeschichte:

Hitlers Ziel war unabdingbar ein neuer Krieg. Schon bald besaß seine Wehrmacht mehr Panzer und Bombenflugzeuge als die meisten Nachbarstaaten. Besondere Überlegenheit nahm das ›neue‹ Deutschland aber auf ›geistigem‹« Gebiet für sich in Anspruch: es besaß ja nun nicht mehr nur die ›Tugenden‹ des preußischen Kasernenhofes, sondern auch eine aus der ›Philosophie‹ der Geflügelzucht und der ›Ethik‹ der Schädlingsbekämpfung destillierte Ideologie ›völkischer Reinheit‹, ›rassischer Selbstbehauptung‹ und der durch mörderische Ausgrenzungen definierten ›Volksgemeinschaft‹.

Mit Blick auf die traditionelle Klientel des transpress Verlages, die sich sowohl auf Grund der Themenwahl als auch der Autoren (z. B. Preuß) in den östlichen Bundesländern ausmachen läßt, wären die Verlegerin wie die Autoren gut beraten, dem ideologisch verbogenen und halbwahren Geschichtsbild der SED nicht noch eine nicht weniger verzerrte Light-Version der Zeitgeschichte hinzuzufügen.

Didier Bauziére, Wattrelos, Frankreich

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