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Eisenbahn-Dumjahn online

 

Heim, Michael; Hufschläger, Helge: Ein Tal und seine Bahn. Wie Tegernsee zum Zug kam (Dumjahn-Nr. 0016372)
Dumjahn-Nr. 0016372
ISBN-10: 3923657714
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Horst-Werner Dumjahn:
»
Aus dem reichlich vorhandenen Material (Fotos, Stiche, Urkunden, Zeichnungen und Aktien) hat der Verlag ein beispielhaftes und lesenswertes Buch gestaltet. Ein Buch, daß man so gerne häufiger, also auch zu anderen Eisenbahn-Jubiläen, in die Hand nehmen möchte.«

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Wie Tegernsee zum Zug kam


Heim, Michael; Hufschläger, Helge: Ein Tal und seine Bahn. Wie Tegernsee zum Zug kam. Oreos Verlag : Waakirchen-Schaftlach 2002. - Zur Bibliographie.

Der Untertitel steht hier als Überschrift, weil er irgendwie HOHLSPIEGEL-reif klingt. Denn richtig ist ja wohl, daß der Zug »irgendwann« nach Tegernsee kam - und nicht etwa umgekehrt, wie es der Untertitel suggeriert, oder?

In dem hier vorzustellenden Buch geht es also um den Anschluß an die große, weite Welt. Seinerzeit ging es allüberall um diese Frage, nicht nur in Bayern. In Bayern vielleicht mit ein wenig mehr an Demut vor der Obrigkeit: »In tiefster Ehrfurcht ersterbend«, erbaten die Bürgermeister des Tegernseer Tales die Zustimmung Sr. Kgl. Hoheit, des Prinzen Carl, zum Bau einer Eisenbahn. Der Prinz, Schloßherr zu Tegernsee, Onkel des Märchenkönigs Ludwig II. und Romantiker aus tiefstem Herzen, sagte »Nein«. Er verabscheute das Getöse des heraufziehenden technischen Zeitalters. Aber die Sehnsucht der Menschen nach einem Bahnanschluß blieb. Der Prinz starb - nach einem Sturz vom Pferd. 

Wenige Tage nach dem Tod des Prinzen trat der berühmte Erzgießer Ferdinand von Miller, Vater der Münchner »Bavaria«, auf den Plan. Und es ging nun endlich voran mit dem erstrebten Anschluß an die Welt: Seine »Eisenbahn-Actiengesellschaft Schaftlach-Gmund«, die spätere Tegernsee-Bahn, schaffte den Durchbruch - und so kam vor hundert Jahren endlich auch der Zug nach Tegernsee! (Vgl. den Untertitel!)

Der Historiker Michael Heim und Helge Hufschläger, Diplomingenieur beim traditionsreichen Lokomotivenbauer Krauss-Maffei, erzählen mehr als ein Kapitel regionaler Eisenbahngeschichte. Das Buch ist auch ein kleines Zeitporträt, Spiegelbild einer Gesellschaft, die dem Fortschritt entgegen fiebert, aber zugleich Angst davor hat. Außerdem ist es eine mit hochinteressanten Dokumenten ausgestattete Darstellung der verkehrstechnischen und touristischen Entwicklung dieser Gegend zu einem der beliebtesten Ferienziele Deutschlands. Eine Entwicklung, die ohne die Eisenbahn so sicher nicht möglich gewesen wäre.

Aus dem reichlich vorhandenen Material (Fotos, Stiche, Urkunden, Zeichnungen und Aktien) hat der Verlag ein beispielhaftes und lesenswertes Buch gestaltet. Ein Buch, daß man so gerne häufiger, also auch zu anderen Eisenbahn-Jubiläen, in die Hand nehmen möchte.

Ermutigend auch das »Nachwort des Herausgebers« Dr. Lutz R. Ristow, Aufsichtsratsvorsitzender der TAG Tegernsee Immobilien- und Beteiligungs-AG, der die Verbindung von seinem »Vorgänger im Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand von Miller vor 100 Jahren« programmatisch so zusammenfaßt: »Wir wollen unsere 119jährige Eisenbahngeschichte und die damit verbundenen Traditionen pflegen.« Hoffnungsvoll liest sich auch der folgende Satz: »Gerne wollen wir in die Bahnhöfe und das Bahnhofsumfeld in Tegernsee und Gmund investieren und die Bahnhofsbereiche mit den Verantwortlichen vor Ort attraktiver gestalten.«

Im »Grußwort des Landrats« (Seite 8) heißt es dazu: »Es wird sicher für die Tegernseer Bürgerinnen und Bürger vor 100 Jahren auch bereits ein großer Tag gewesen sein, als ihr Bahnhof eingeweiht werden konnte. Verband die Tegernsee-Bahn doch die Landeshauptstadt München mit dem Tal und war ein für die damalige Zeit besonders wichtiges Verkehrsmittel für die Sommerfrischler, die heute Touristen heißen.« Landrat Norbert Kerkel schreibt dann weiter: »Beim Gedanken an die - leider zu Ende gegangene - Tradition der Tegernsee-Bahn schlägt nicht nur ein Eisenbahnerherz, so wie meines, höher.« Landrat und Eisenbahnerherz? Wie das zusammengeht steht nicht im Buch, die Lösung sei hier nachgeliefert: Norbert Kerkel war bis in die siebziger Jahre hinein Eisenbahner. Gemeinsam mit elf Kollegen erarbeitete er als DB-Verkaufstrainer 1969/70 das Trainingsprogramm für die ersten DB-Verkaufsseminare für rund 6500 Führungskräfte der Deutschen Bundesbahn. Damals auch mit dabei:

Der Rezensent Horst-Werner Dumjahn

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