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Rampp, Brian: Die Baureihe E 18. Legendäre Schnellzuglokomotiven in Deutschland und Österreich (Dumjahn-Nr. 0012616)
Dumjahn-Nr. 0012616
ISBN-10:
3882552182

Peter J. Flaskamp:
»
Fazit: Mit diesem Buch wurde 'der Großmutter' der heutigen Schnellfahr-
Lokomotiven ein würdiges Denkmal gesetzt

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Rampp, Brian: Die Baureihe E 18. Legendäre Schnellzuglokomotiven in Deutschland und Österreich. EK-Verlag : Freiburg 2003. - Zur Bibliographie.

Die Baureihe E 18 ist nicht nur eine - insbesondere im Vergleich mit anderen Altbau-E-Loks - optisch ansprechende Lokomotive, sie hatte auch technisch einiges zu bieten: Bei ihrem Erscheinen 1935 galt sie als leistungsstärkste elektrische Einrahmen-Lokomotive der Welt, zugleich war sie die schnellste Elektrolokomotive in Deutschland.

Auf der Internationalen Ausstellung in Paris 1937 errang sie insgesamt fünf große Preise und ein Ehrendiplom - für den gesamten Aufbau der Lokomotive (die Leistung, die Einzelgestaltung, die planmäßige Durchbildung), die Ausbildung des Führerstandes (erstmalig bei einer elektrischen Lokomotive leistete der Lokführer seinen Dienst im Sitzen) sowie der Fahrmotoren, Treib- und Laufachslager, Bremseinrichtungen und den geschweißten Rahmen (spezifisches Leistungsgewicht von nur 25 kg je PS). Vor rund 70 Jahren verkörperte diese Lok also das, was man heute neuhochdeutsch als High-Tech bezeichnen würde.

Die E 18.0 war seinerzeit so erfolgreich, daß bis 1939 nicht nur 92 Exemplare bestellt (kriegsbedingt allerdings nur 55 gebaut) wurden, sondern sowohl eine noch schnellere Bauart (die berühmte E 19; 4 Stück) als auch eine Variante für den Dienst in Österreich (E 18.2; 8 Stück) entwickelt und gebaut wurden. Mit der Baureihe E 18, die bei Schnellfahrten am 17. März 1935 sogar eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h erreichte, war die Entwicklung schnellfahrender Serien-Lokomotiven bis nach dem Krieg abgeschlossen - sie darf daher mit Fug und Recht als ein Meilenstein des Lokomotivbaus bezeichnet werden. Für ihr Leistungsvermögen spricht auch, daß diese Fahrzeuge bis zuletzt vor schnellen Zügen (bei der DR sogar bis 1990 als Versuchsfahrzeuge bei Geschwindigkeiten von mehr als 160 km/h) eingesetzt wurden.

Brian Rampp versucht mit seinem Buch, »dem Leser einen Abriß der Geschichte der E 18 anzubieten, der alles Stimmige zusammenfaßt, Widersprüchliches auflöst sowie viele neue Informationen und gründlich überprüfte Fakten erhält« (Zitat S. 5), da zur Baureihe E 18 zwar bereits einige kleine Bücher, mehrere Sonderhefte und viele Artikel erschienen seien, die »jedoch aufgrund ihres per se begrenzten Umfanges viele Themen weder behandeln noch vertiefen« konnten (Zitat S. 5). Dieses Ziel scheint mit dem neuen EK-Baureihenbuch erreicht zu sein.

Das Buch ist in vier Hauptkapitel gegliedert. In »Die Baureihe E 18« werden »Vorgeschichte und Entwicklung«, »Technik und Bauart«, »Lieferdaten, Erstzuteilung und Verbleib«, »Beschaffung, Inbetriebsetzung und Entwicklung des Bestandes«, »Betrieb der E 18 in drei elektrifizierten Teilnetzen«, Betriebsdienst in Süd- und Mitteldeutschland bzw. Schlesien, Unfälle und besondere Vorkommnisse, erhaltene Lokomotiven der E 18 sowie die Lebensläufe der einzelnen Maschinen behandelt.

Der zweite Abschnitt, »Die E 18 in Farbe bei DB, DR und ÖBB« besteht aus einem 16-seitigen Farbbildteil mit Einsatzaufnahmen. Als dritter Abschnitt folgt »Die Baureihe E 182/1018 der ÖBB«, in dem »Vorgeschichte und Entwicklung«, »Technik und Bauart«, »Lieferdaten, Erstzuteilung und Verbleib«, »Beschaffung, Inbetriebsetzung und Entwicklung des Bestandes«, Betriebsdienst in Österreich, Unfälle und besondere Vorkommnisse, Lokomotiven als Vorheizanlagen, Erhaltene Lokomotiven und Lebensläufe thematisiert werden.

Im letzten Abschnitt, »Erlebnisse mit der E 18« finden sich Beschreibungen, die nicht direkt den anderen Kapiteln zugeordnet werden können. Ein ausführliches Literaturverzeichnis und ein Verzeichnis der abgebildeten Lokomotiven runden dieses gut lesbar geschriebene Werk ab. Viele dieser Kapitel sind im übrigen weiter untergliedert.

Es werden alle Stationen (von den Vorläufer-Baureihen über Werk- und Betriebsaufnahmen bis hin zu Bildern von der Verschrottung) bei allen Bahnverwaltungen (DRG, DB, DR und ÖBB) beschrieben bzw. illustriert. Angenehm fällt auch auf, daß der Autor sich zu einzelnen Themen Dritter »mit Spezialwissen« bedient hat und diese in einzelnen Abschnitten erklären läßt.

Fazit: Mit diesem Buch wurde »der Großmutter« der heutigen Schnellfahr-Lokomotiven ein würdiges Denkmal gesetzt.

Peter J. Flaskamp

© Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Dumjahn Verlages.

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