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Eisenbahn-Dumjahn online

 

Neuner, Bernhard: Bibliographie der österreichischen Eisenbahnliteratur von den Anfängen bis 1918 (Dumjahn-Nr. 0016735)
Dumjahn-Nr. 0016735
ISBN-10: 3901949003

Horst-Werner Dumjahn:
»
Für heute bleibt zum 'Neuner' dieses Fazit: Eine Fleißarbeit, für die dem Herausgeber zu danken ist! Und: Hier sind Entdeckungen zu machen!«

Der Herausgeber:


Bernhard Neuner, geboren 1958 in Innsbruck, Studium des Maschinenbaus an der TU Wien, Dipl.-Ing. 1983, Tätigkeit in der Privatwirtschaft. 1985 Bahneintritt bei der Zugförderungsleitung Innsbruck, nach Arbeit im ausführenden Traktions- und Werkstättendienst mitgestaltende Aufgaben im zentralen Controlling und Rechnungswesen. 1998 Leiter des Zentralen Rechnungsservice, seit 2003 verantwortlich für das Bezugs- und Pensionsservice sowie andere Sozialbereiche der ÖBB. Lebt und arbeitet in Wien.

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Dumjahn's Bahn-Rezensionen online:
»Danke für diese Fleißarbeit!«


Neuner, Bernhard: Bibliographie der österreichischen Eisenbahnliteratur von den Anfängen bis 1918. Walter Drews Verlag : Wien 2002. - Zur Bibliographie.

Vorbemerkung: Bibliographien gelten allgemein als eine unverzichtbare Voraussetzung für jede historisch-wissenschaftliche Forschungsarbeit. Bisher fehlte aber für das in vielerlei Hinsicht bedeutende Gebiet der Eisenbahnen in Österreich dieser wichtige Zugang zu den Quellen. Es ist daher zu begrüßen, daß nun nach gut zehnjährigen Vorarbeiten ein Werk erschienen ist, das diese empfindliche Lücke schließt.

Damit sind entscheidende Impulse für Forschungen in vielen Disziplinen, zum Beispiel in der Technikgeschichte, aber auch in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte gegeben. Die auf Autopsie beruhenden Beschreibungen gehen weit über die in vielen Bibliotheken üblichen Titelaufnahmen hinaus und ermöglichen so dem Forscher wie dem interessierten Eisenbahnfreund einen raschen Überblick über sein jeweiliges »Spezialgebiet«. Die beigegebenen Bibliothekssignaturen gewährleisten zumindest dem Leser in Österreich den einfachen Zugriff auf die Quellen. Auch der ernsthafte Sammler und Eisenbahnhistoriker findet hier viele bisher nur schwer zugängliche Informationen und Anregungen »zum Weiterlesen«.

Der erste Band enthält die allgemeine Literatur und übergreifende Werke über die Eisenbahnen der österreichisch-ungarischen Monarchie. Der Bogen spannt sich dabei von der Eisenbahngeschichte über die Eisenbahnpolitik und das Eisenbahnrecht, die Eisenbahnverwaltung, das Finanz- und Rechnungswesen, Statistik, das Tarif- und kommerzielle Transportwesen, den Eisenbahnverkehrsdienst bis hin zur Eisenbahntechnik.

Es sind auch eigene Abschnitte zur Organisation und den Interessen der Eisenbahner, den internationalen Beziehungen und den grenzüberschreitenden Übereinkommen enthalten. Ein umfangreiches Kapitel ist der Frage der militärischen Verwendbarkeit der Eisenbahnen gewidmet. Belletristische Werke und gedruckte Musikalien spiegeln die Popularität des Themas wider; ein Verzeichnis dieser Werke rundet den Band ab.

Der zweite Band ist den einzelnen Bahnen sowie der Eisenbahnkartographie gewidmet. Für jede der vielen Bahngesellschaften ist dabei ein eigener Abschnitt vorgesehen, in dem die Werke chronologisch aufgeführt werden. Neben den Eisenbahn-Atlanten sind die Eisenbahnkarten nach den Kronländern geordnet. Die mit den Karten eng verbundenen Stationsverzeichnisse, aber auch die Eisenbahnführer und Kursbücher sind in eigenen Abschnitten behandelt. Den Abschluß des zweiten Bandes bilden Werke über den Komplex »Eisenbahn und Verkehrsgeographie«.

Kernstück des dritten Bandes schließlich sind die biographischen Notizen zu rund 700 Autoren, deren Werke im ersten und zweiten Band erfaßt sind. Die Biographien enthalten zum Teil sehr schwer zugängliches und neues Material. So wurden bei den Eisenbahnbediensteten auch die Personalakten, soweit sie noch im Österreichischen Staatsarchiv bzw. bei den Österreichischen Bundesbahnen vorhanden waren, ausgewertet.

Außerdem sind im dritten Band alle gedruckten Quellen, die zur Erstellung des ersten (allgemeinen) und zweiten (speziellen) bibliographischen Bandes ausgewertet wurden, detailliert aufgeführt. 200 Abbildungen bieten die Möglichkeit, einen optischen Eindruck von vielen seltenen Werken zu gewinnen. Ein Gesamtindex (Register) über alle drei Bände beschließt diesen Band.

Weil niemand eine dreibändige Bibliographie wie einen Krimi lesen wird, erschließt man sich den Inhalt am besten über bekannte Begriffe oder Einzeltitel, die man kennt oder gerade zur Hand hat. Als Beispiel mag hier deshalb der Nietmann dienen, den man auf Seite 1100 findet. Die 9. Aufl. von 1886 wird sehr gut dargestellt. So ist erwähnt, daß die Karten 24 bis 35 Österreich-Ungarn betreffen und auch die Tatsache, daß »für diese Auflage sämtliche Karten neu aufgenommen wurden. So zeichnet sich die 9. Auflage durch das übersichtliche mehrfarbige Kartenbild und ein gemeinsames alphabetisches Stations-Verzeichnis für alle bearbeiteten Länder aus. In die schwarz-weiß gezeichneten Karten sind die Bahnlinien farbig - die einzelnen Bahngesellschaften und Direktionsbezirke in verschiedenen Farben - eingetragen. Auf Deutschland entfallen 23 Karten, auf Österreich-Ungarn 12, auf Belgien, die Niederlande und die Schweiz je 2 und auf Italien 5 Karten.« Wie man sieht, läßt sich eine solche Bibliographie nicht auf ein Land begrenzen; sie bringt vielmehr über die österreichichen Landesgrenzen (welche? wann?) hinaus auch dem deutschen Leser alle für seine Fragen wesentlichen Informationen.

Auch dafür ist der Nietmann ein gutes Beispiel. Zur großen Freude des Rezensenten erfährt der Leser noch dies: »1983 erschien im Horst-Werner Dumjahn Verlag, Mainz, ein auf 1000 Exemplare limitierter und numerierter Nachdruck (Dokumente zur Eisenbahngeschichte, Band 27). 160 Seiten (mit 46 farbigen Karten). Leinen. ISBN-10: 3921426278).«

Kann man ein so gewaltiges Werk völlig fehlerfrei gestalten? Wohl kaum, wenngleich es gerade bei einer Bibliographie ja auf jeden Punkt und jedes Komma ankommt, von der korrekten Schreibweise der Autorennamen ebenso wie von den Verlags- und Ortsangaben ganz zu schweigen. Nobody is perfect: Im Band III wird bei den »Quellen« auf Seite 1296 natürlich auch der »Ewald« erwähnt und Neuner bringt auch seine Schwächen auf den Punkt, wenn er feststellt: »Dieses hochgelobte Werk ist aus dem Gesichtswinkel des Lokomotivingenieurs verfaßt, für den Eisenbahnhistoriker ist es allerdings nur bedingt brauchbar. Es fehlt nahezu die gesamte frühe deutschsprachige Eisenbahnliteratur. Ewalds Werk ist von seiner Anlage eine ausgezeichnete Zeitschriften-Bibliographie; die durch einen Stern (*) gekennzeichneten Buchveröffentlichungen sind in der absoluten Minderzahl.« Wie nicht anders zu erwarten, erwähnt Neuner auch den ersten Ewald-Nachdruck (Mainz 1978), hier ist es aber fälschlich der »Verlag Walter Dumjahn, Mainz«; es bleibt ein kleiner Trost: Die ISBN-10: 3921426073 ist richtig wiedergegeben. Wie gesagt: Nobody is perfect!

Klar, für »Erbsenzähler« ist das dreibändige Werk nicht gedacht, aber wo soll man sonst als Rezensent ansetzen? Die alte Regel »vom Bekannten zum Unbekannten« gilt nicht nur für die alltägliche Lektüre der Tageszeitung, nein, diese Regel gilt noch viel mehr für den »Neuner«. Der übrigens doch eines mit dem »Ewald« gemeinsam hat:

Er verzichtet - wie Ewald - auf das Numerieren seiner Quellen ebenso wie auf einen Zitiervorschlag. Man wird sich also, wie schon beim Ewald, auf die Seitenangaben beschränken müssen. Im Falle Nietmann (siehe oben) liest sich das dann so: Neuner, S. 1100. Und der Ewald? Der geht so: »Neuner, S. 1296 (mit kritischen Anmerkungen zur Bibliographie selbst).« Die Kollegen im Antiquariat, an numerierte Bibliographien (beispielsweise Metzeltin, Springer-Katalog) gewöhnt, werden damit leben müssen. Es bleibt ihnen immerhin die Aussicht auf den »Dumjahn« (Mainz, vsl. 2014). Bis dahin nutzt man den Dumjahn Tag für Tag hier im Internet - since 1999!

Für heute bleibt zum »Neuner« dieses Fazit: Eine Fleißarbeit, für die dem Herausgeber zu danken ist! Und: Hier sind Entdeckungen zu machen!

Nachbemerkung: Der Rezensent, als »Einzelkämpfer« seit vielen Jahren damit beschäftigt, eine Bibliographie des deutschsprachigen Eisenbahnschrifttums, und zwar als Dumjahn’s Handbuch der Eisenbahnliteratur, zusammenzustellen, erblaßt neidisch vor dieser ansehnlichen Sponsorenliste. Denn: Der »Neuner« wurde

Gedruckt mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur,
der Gewerkschaft der Eisenbahner,
des Kulturvereins der österreichischen Eisenbahner,
der Österreichsichen Beamtenversicherung,
der Sparda Bank AG,
des Vereins Eisenbahnerheim,
des Vereins für Kulturwissenschaft und Kulturanalyse,
alle mit Sitz in Wien
und
der Stadt Wien / MA 7 Wissenschafts- und Forschungsförderung.
Die Österreichischen Bundesbahnen unterstützten das Vorhaben durch einen namhaften Ankauf.

Ja, da kann man nur neidisch gen Wien blicken und festhalten: Österreich, du hast es besser!

Horst-Werner Dumjahn

© Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Dumjahn Verlages.

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