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Eisenbahn-Dumjahn online

 

Krämer, Volker; Temming, Rolf L.: Dampfeisenbahnen zwischen Rügen und Erzgebirge. Hamburg 1992 (Dumjahn-Nr. 0007787)
Dumjahn-Nr. 0007787
ISBN-10: 3892343950
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Horst-Werner Dumjahn:
»Kurz: Der Band wird den schmalspurigen 'Dampfeisenbahnen zwischen Rügen und Erzgebirge' viele neue Freunde ('Fahrkarten kaufende, bitte!') bescheren, denn das Buch ist eine einzige 'Anmache' für die Reiseplanung.«

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»Eine Harzreise planen!«


Krämer, Volker; Temming, Rolf L.: Dampfeisenbahnen zwischen Rügen und Erzgebirge. Ellert & Richter Verlag : Hamburg 1992. - Zur Bibliographie.

Wo fängt man bei diesem Prachtband nur an? Der Band, im für den Verlag Ellert & Richter typischen Weiß des Schutzumschlags, fällt allein schon durch sein Format (30,5 x 24 cm) aus dem Rahmen dessen, was wir sonst so gewohnt sind. Und: Dieser Text- / Bildband bestätigt erneut, daß es unserer »Szene« bislang noch immer gut bekommen ist, wenn sich Newcomer (als Verlag oder als Autoren) einfinden, die die Qualitätsmaßstäbe mal wieder richtig »einnorden«. Das ist mit den »Dampfeisenbahnen zwischen Rügen und Erzgebirge« bestens gelungen, das Buch ist preisverdächtig, zum Beispiel für den »KODAK-Fotobuchpreis«. Wie läßt sich das erklären? Nun, Volker Krämer, der für die Farbfotos verantwortlich zeichnet, arbeitet seit 1970 für den »Stern«, für den er Reportagen aus aller Welt fotografiert.

Eine Reportage über Eisenbahnen in der ehemaligen DDR, die er für den »Stern« gemacht hat, war auch der Auslöser für die Entstehung dieses Buches. Ja, so weit, so gut, Farbe also »satt« und aus nicht immer alltäglichen Blickwinkeln, auch Fotos, auf denen die Menschen, sprich: die Eisenbahner, im Mittelpunkt stehen. Stimmungsvolle Bilder, oft auf Doppelseiten, und oft den Satzspiegel überschreitend, so daß die Hersteller gemäß den Regeln ihres Handwerks dann die Seitenzahlen weglassen mußten. Doch würde der Hinweis auf ein bestimmtes Bild, auf eine bestimmte Doppelseite ja auch wenig helfen. Dieses Buch muß man selbst lesen und betrachten, weil sich einem nur so erschließt, mit welcher »Detailwut« hier alle »Macher« zu Werke gegangen sind. (Den Buchbinder in Celle eingeschlossen!) Ein gewisser Eindruck von der Farbigkeit der Krämer-Fotos mag sich dem vermitteln, der sich schon beim Betrachten der Titelseite dieses Jahrbuches über ein gelungenes Foto gefreut hat. Genau: Wenn man sonst hier bei den Rezensionen mit einem charakteristischen Foto aus dem besprochenen Buch auskommt, so war das bei diesem Werk eben nicht so einfach. Farbe innen geht nicht, also blieb nur die Titelseite.

Wobei man wissen muß, daß es sich bei unserem Titelfoto nur um einen Ausschnitt handelt, im Buch ist das 'ne Doppelseite, und zwar eine, die typisch für das Gestaltungsraster des Buches ist: Neben einem kleineren Foto im Hochformat steht ein größeres Foto, die Bildlegende findet dann meist unter dem kleineren Foto (manchmal sind's auch zwei) ihren passenden Platz. In unserem Fall ist da zu lesen: »Die sächsische Schmalspurlinie von Freital-Hainsberg zum Kurort Kipsdorf im Rabenauer Grund. Hier verengt sich das Tal. Als man den Verkehr mit Regelspur-Güterwagen auf Rollwagen einrichtete, mußte im Jahre 1906 ein 18 m langer Tunnel durch einen Einschnitt ersetzt werden.« Die Bildlegenden sind im übrigen eine Kurzfassung des Buches, verfaßt hat sie Alfred B. Gottwaldt, über dessen Sachkompetenz man hier nichts mehr sagen muß. Alfred B. Gottwaldt hat übrigens auch die historischen Fotos beigesteuert, so daß auch die Geschichte der vorgestellten Schmalspurbahnen nicht zu kurz kommt. Erstaunlich, was dabei alles zusammengekommen ist. Schließlich müssen den Herstellern im Verlag auch die einfarbigen Fotos so gut gefallen haben, daß man sie allesamt etwas aufwendiger, in einem »sepia-braunen« Farbton gedruckt hat. Wie man sogar Fahrkarten geschickt in die Buchgestaltung einbeziehen kann, das ist auf den Seiten 25 und 47 zu besichtigen; zwei »Edmonson'sche« aus den Jahren 1900 bzw. 1904, beigesteuert vom Archiv des Verkehrs- und Baumuseums im Museum für Verkehr und Technik, Berlin.

Und was ist nun mit der Überschrift zu dieser Besprechung? Geduld: Die hat Rolf L. Temming geliefert (Seite 124), dieses Kapitel war mein Einstieg in den Textteil, deshalb! Das Buch, so kann man zusammenfassend sagen, lebt gleichermaßen von der gelungenen Bildkomposition, von der soliden Arbeit der Druckerei, von den animierenden Temming-Texten und von den sachkundigen Gottwaldt-Bildlegenden. Karten im Vor- und Nachsatz sowie eine doppelseitige, mehrfarbige »Karte der Harzer Schmalspurbahnen von 1902« runden den guten Gesamteindruck ab. Kurz: Dieser Band ist mein Favorit, wenn's um eine Empfehlung für den Wunschzettel geht. Und: Der Band wird den schmalspurigen »Dampfeisenbahnen zwischen Rügen und Erzgebirge« viele neue Freunde (»Fahrkarten kaufende, bitte!«) bescheren, denn das Buch ist eine einzige »Anmache« für die Reiseplanung.

Horst-Werner Dumjahn

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