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Steinke, Lorenz: Die Bedeutung der Lübeck-Büchener Eisenbahn für die Wirtschaft der Region Hamburg-Lübeck in den Jahren 1851 bis 1937. Lübeck 2006 (Dumjahn-Nr. 0017694)
Dumjahn-Nr. 0017694

ISBN-10:
3795004837
ISBN-13: 9783795004835
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Alfred Gottwaldt:
»
Wer sich mit der Geschichte der seit 1937 von der Staatsbahn betriebenen Lübeck-Büchener Eisenbahn beschäftigen möchte, kommt an diesem schwerlich zu übertreffenden Buch nicht vorbei.«

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Die LBE: Eine große Privatbahn

Steinke, Lorenz: Die Bedeutung der Lübeck-Büchener Eisenbahn für die Wirtschaft der Region Hamburg-Lübeck in den Jahren 1851 bis 1937. Schmidt-Römhild : Lübeck 2006. - Zur Bibliographie.

Berühmte Schriftsteller wie Thomas Mann und Walter Kempowski haben die Züge der Lübeck-Büchener Eisenbahn in ihren Dichtungen unsterblich gemacht. In den vergangenen Jahren sind zudem mancherlei Schriften für Eisenbahnfreunde erschienen, die sich mit der Geschichte dieser letzten großen norddeutschen Privatbahn selbst beschäftigten: Streckenbau, Bahnhofsarchitektur und Fahrzeuggeschichte standen im Mittelpunkt der populär gehaltenen Arbeiten von Rüdiger Otahal (München 2002) und des Rezensenten (Düsseldorf 1975 und 1999), die durchaus ihre Leser gefunden haben.

Diesen Veröffentlichungen muß man freilich entgegenhalten, daß sie sich vornehmlich an illustrativen Aspekten orientierten. Sie stützten sich für ihre Zwecke kaum auf neue Grabungen in den Archiven, aus denen doch noch immer manche Erhellung der ökonomischen Streitfragen um die Entstehung der Bahn und ihren wirtschaftlichen Nutzen für die Region Hamburg-Altona-Lübeck zu erwarten war. Bislang letzte wissenschaftliche Studie zur Lübeck-Büchener Eisenbahn ist ein – leider ungedruckt gebliebener – architektonischer Überblick »Die Hochbauten der Personenbahnhöfe der ehemaligen Lübeck-Büchener Eisenbahn-Gesellschaft von 1855 – 1937« von Klaus Zeiger (TU Berlin, 1982/83) gewesen.

Die Entstehung der Bahn um 1850 stand nicht nur im Spannungsfeld zwischen den rivalisierenden Hansestädten Hamburg und Lübeck, sondern gehörte zugleich zu dem norddeutschen Konflikt zwischen dem immer mächtiger werden Preußen und dem immer noch zu Dänemark zählenden Holstein. Der verdorbene Anschluß Lübecks an Hamburg über Büchen und die Berlin-Hamburger Eisenbahn von 1851, die erst nach dem deutsch-dänischen Krieg mit dem Bau der direkten Bahnlinie im Jahre 1865 korrigiert werden konnte, ist ein eklatantes Beispiel für falsche Eisenbahnpolitik. Das gilt selbst noch für den Ausbau der Bahngesellschaft mit Strecken nach Travemünde und Niendorf, für die Betriebsübernahme der Segeberger Bahn und für das Verhältnis zu vielen anderen Wettbewerbern, auch unter den Kanälen.

Der Verfasser hat sich mit seiner 2005 an der Universität Hamburg angenommen Dissertation in erster Linie mit den Fragen nach der Bedeutung der Eisenbahn als Wegbereiterin industrieller Organisationsformen, mit der Bahn als normativer und auch als den Fortschritt der Technologie fördernder Kraft sowie mit der Funktion der Eisenbahn im sich beständig verändernden Verhältnis von Stadt und Land beschäftigt. Diese Fragen werden nicht getrennt bearbeitet, sondern bei den nach historisch-sachlichen Aspekten überzeugend gegliederten neun Hauptkapiteln jeweils fallweise erörtert. Zwei zusammenfassende Schlußkapitel widmen sich wirtschaftlichen Einzelaspekten näher sowie den unübersichtlichen und sich beständig wandelnden Eigentumsverhältnissen bei der LBE.

Die Materie ist auf beeindruckend umfassender Quellenbasis schlüssig und trotz erheblicher Komplexität des Stoffes sehr lesbar dargetan. Eine ganze Reihe von Tabellen und Grafiken ist zu loben, allein die geringe Zahl von Karten und eine einzige Fotografie machen wieder einmal deutlich, wo die Grenzen einer sehr guten deutschen wissenschaftlichen Arbeit liegen müssen. Wer sich mit der Geschichte der seit 1937 von der Staatsbahn betriebenen Lübeck-Büchener Eisenbahn beschäftigen möchte, kommt an diesem schwerlich zu übertreffenden Buch nicht vorbei.

Alfred Gottwaldt

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