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Zabel, Jürgen (Schriftl.): Eisenbahnen in der Region Frankfurt RheinMain (Dumjahn-Nr. 0016638)
Dumjahn-Nr. 0016638
ISBN-10: 3
777103047

Joachim Seyferth:
»
Als überwiegend technisch orientierte Chronik der Entwicklung der Eisenbahnanlagen im Großraum Frankfurt am Main wird dieses Werk vor allem diejenigen ansprechen, die sich privat oder beruflich mit Planung, Bau und Betrieb von Eisenbahnen in Ballungsräumen beschäftigen

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Ein großer Verkehrsknotenpunkt

Zabel, Jürgen (Schriftl.): Eisenbahnen in der Region Frankfurt RheinMain. Hestra-Verlag : Darmstadt 2002. - Zur Bibliographie.

Der gute alte Binde- oder Schrägstrich ist im Titel der grassierenden Sucht nach dem großen Binnenbuchstaben zum Opfer gefallen, denn auch oder gerade in der Region »RheinMain« gibt es zahllose Werbeagenturen und »Sprachdesigner«, die derlei linguistische Panschereien wohl immer noch als schick erachten. Wenn dem Rezensenten dann in den Vorworten diverser Politiker noch das Konterfei von Roland Koch »entgegenschlägt«, ist emotionale Zurückhaltung dringend geboten, um diesem Buch eine objektiv-angemessene Beurteilung zu gewähren. Denn was mit diesen unschönen Randerscheinungen des kulturellen und politischen Zeitgeistes beginnt, entpuppt sich im Großen und Ganzen als ein interessanter Spagat zwischen erster Eisenbahngeschichte und den Projekten der so genannten »Neuen Bahn« innerhalb eines der größten Verkehrsknotenpunkte Deutschlands.

Wie beim Hestra-Verlag üblich, sind die in diesem Buch versammelten Autoren gleichzeitig Verantwortliche beziehungsweise maßgebliche Beteiligte für ihr jeweiliges Thema. Manch einer von ihnen wird für »seinen« Text, den in Wirklichkeit der Pressesprecher oder ein anderer »Ghostwriter« verfaßt hat, vielleicht auch nur verantwortlich zeichnen. Den Beginn macht der Historiker Bernhard Hager mit einer interessant illustrierten Abhandlung zur Entwicklung der Eisenbahnanlagen im Großraum Frankfurt. Danach geht es überwiegend mit Beiträgen zur S-Bahn, zum Frankfurter Hauptbahnhof und natürlich zur Neubaustrecke Köln – Rhein/Main zwar gleich in die »jüngste« Vergangenheit ab etwa 1960, gemeinsam ist aber vielen Texten ein Prolog zur Historie des jeweiligen Themas, der eine Brücke zwischen Eisenbahngeschichte und den aktuellen Entwicklungen schlägt. So werden auch auf den ersten Blick spröde Abfassungen wie »Finanzierung der Infrastruktur für die Eisenbahnen« für den Leser verständlich und wirken im Sinne des Lehrsatzes »Zukunft kommt von Herkunft«.

Quer durch alle Texte und Fotos zieht sich der rote Faden von einem unaufhörlich in alle sechs Richtungen wachsenden Moloch Frankfurt am Main, der ständig veränderte Ansprüche an eine adäquate Verkehrsinfrastrukur fordert. Unter diesem Gesichtspunkt werden am Schluß des Buches auch die Projekte »Frankfurt 21«, »Frankfurt 2010« und »Frankfurt Rhein-Main 2012« erörtert, die allesamt eine Veränderung der heutigen Hauptbahnhofssituation zum Ziel haben. Freilich steht hierbei der Aspekt der betriebstechnischen Optimierung im Vordergrund; die politische und kulturelle Diskussion hierzu kann und muss in anderen Medien als in einem Fachbuch wie diesem stattfinden.

Als überwiegend technisch orientierte Chronik der Entwicklung der Eisenbahnanlagen im Großraum Frankfurt am Main wird dieses Werk vor allem diejenigen ansprechen, die sich privat oder beruflich mit Planung, Bau und Betrieb von Eisenbahnen in Ballungsräumen beschäftigen. Für Ortsansässige in der Region bietet das Buch zumindest auch ein wenig schienenverkehrstechnisches Lokalkolorit, wenn schon beispielsweise der Begriff »Heimat« mit dieser geballten, urbanen Funktionalität kaum assoziiert werden kann. Doch immer mehr Menschen kommen in die Region Rhein-Main, nur um diese Minuten (zum Umsteigen) oder Stunden (zum Arbeiten) später wieder zu verlassen. Wie dies mittels des Verkehrsträgers Schiene geschah, geschieht und in optimierter Weise geschehen soll, beschreibt dieses Buch.

Joachim Seyferth

© Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Dumjahn Verlages.

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