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Baur, Karl Gerhard: Meine schönsten Eisenbahnbilder. EK-Verlag : Freiburg 2004 (Dumjahn-Nr. 0016703)
Dumjahn-Nr. 0016703
ISBN-10: 
3882552867
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Joachim Seyferth:
»
SCHIENE-Lesern kann das Buch dann empfohlen werden, wenn sie zur Eisenbahnregion im Südwesten Deutschlands engen Bezug haben und/oder mal wieder 'Bundesbahn satt' haben möchten. Ansonsten reiht es sich in die Schar biographisch gefärbter Eisenbahnbücher ein, die seit geraumer Zeit den beinahe ausgereizten Markt der Eisenbahnliteratur anreichern.«

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Ein »Lebensabschnittswerk«


Baur, Karl Gerhard: Meine schönsten Eisenbahnbilder. EK-Verlag : Freiburg 2004. - Zur Bibliographie.

Einer der langjährigen zeitgenössischen Eisenbahnfotografen und -autoren ist Dr. Karl Gerhard Bauer, der insbesondere durch seine frühen Dampflokaufnahmen in Farbe sowie in den letzten Jahren durch seine Dokumentationen von neuen DB AG-Fahrzeugen auffällt. Dabei ist es wirklich beachtens- und lobenswert, daß der Horizont eines älteren Eisenbahnfreundes nicht in der erlebten Dampflokzeit stehengeblieben ist, sondern die Leidenschaft zum Beispiel auch die neuen Drehstrom-Lokomotiven erfaßt hat.

Hat man jüngst seine Veröffentlichungen beispielsweise zu den Baureihen 101, 152 oder 185 zur Kenntnis genommen und sich gefreut, daß auch diese neuen Einheits-Elloks eine adäquate Würdigung erfahren (leider zerstört bei den Güterzugmaschinen das neue »Railion«-Logo deren bisherige Ästhetik und leugnet – gewollt? – deren DB-Zugehörigkeit), so legt Karl Gerhard Baur mit diesem Farbbildband eine persönliche Auswahl seiner liebsten Eisenbahn-Fotos vor, aufgenommen von den späten Fünfzigerjahren bis zu den frühen Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts. Der Autor, zeitlebens beruflich und privat fast nur im Rhein-Neckar-Raum ansässig, hat sich bei seinen Foto-Ausflügen überwiegend auf diese Region beschränkt. Auch das ist lobenswert und allemal besser, als in der ganzen Welt herumzugondeln und von allem etwas zu erheischen, aber nichts richtig und umfassend zu dokumentieren. Nur so kann auch eine Bindung zu den örtlichen Eisenbahnern, zu bekannten Zugnummern und zur heimatlichen Landschaft entstehen – Voraussetzung für so manches gelungene Eisenbahnbild.

Das Buch mit dem etwas infantilen Titel »Meine schönsten Eisenbahnbilder«, der stark an die Schulaufsatz-Schlagzeile »Mein schönstes Ferienerlebnis« erinnert, wird vor allem eine Freude für die Anhänger der Bundesbahn-Sechzigerjahre und für die regionalen Eisenbahnfreunde im Südwesten Deutschlands sein. Auf originalgetreu wiedergegebenen Farbfotos – und dies schließt bei einigen Bildern in durchaus positiver Weise die authentische Wiedergabe des damaligen Farbfilmmaterials mit gedämpften Farbtönen und kleinen »Stichen« ein – dominiert natürlich die Dampflok; die Ablösung durch die neuen Traktionsarten mit überwiegend auch schon wieder historischen Fahrzeugen wird sozusagen nur »am Rande« und im Vergleich gezeigt.

Natürlich sind bei diesem Werk insbesondere für »ganzheitliche« Eisenbahnfreunde nicht nur die Lokomotiven interessant, sondern ebenso die vielen mittlerweile verschwundenen »Kleinigkeiten« – insofern hätte Karl Gerhard Baur ruhig noch mehr Motive mit Gleisbautrupps, den klassisch uniformierten Zugführern und Gepäckkarren festhalten beziehungsweise in diesem Buch veröffentlichen können. Darüber hinaus wirkt das Festhalten an unbedingter Farbfotografie – so reizvoll und neu das damals auch gewesen sein mag – sogar ein wenig eintönig; so manches klassische Dampflokmotiv im Gegenlicht würde im knackigen Schwarzweiß sogar noch prägnanter und zeitloser wirken. Auch die Beschränkung auf die ausklingende Dampflokzeit war angesichts des Titels »Meine schönsten Eisenbahnbilder« nicht unbedingt zwingend, denn da der Autor heute den umgekehrten Weg geht und die modernsten Drehstromlokomotiven der DB AG an der Strecke und bei Führerstandsmitfahrten dokumentiert, ist kaum vorstellbar, daß hierzu keine »Lieblingsfotos« vorhanden sein sollen. So ist dieses Buch mit verlegerischen Zugeständnissen an den nostalgisch orientierten Markt eher ein »Lebensabschnittswerk«, das die gesamte Bandbreite des Schaffens von Karl Gerhard Baur wohl nicht zur Gänze umfaßt.

SCHIENE-Lesern kann das Buch dann empfohlen werden, wenn sie zur Eisenbahnregion im Südwesten Deutschlands engen Bezug haben und/oder mal wieder »Bundesbahn satt« haben möchten. Ansonsten reiht es sich in die Schar biographisch gefärbter Eisenbahnbücher ein, die seit geraumer Zeit den beinahe ausgereizten Markt der Eisenbahnliteratur anreichern.

Joachim Seyferth

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