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Eisenbahn-Dumjahn online

 

Meinold, Markus: Die Lokomotivführer der Preußischen Staatseisenbahnen 1880-1914. Hövelhof 2008 (Dumjahn-Nr. 0018090)
Dumjahn-Nr. 0018090
ISBN-10: 3937189408
ISBN-13: 
9783937189406
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Alfred Gottwaldt:
»
Die empirische Untersuchung ist flüssig geschrieben und nirgendwo langweilig. Die umfangreichen Ergebnisse werden in zwanzig Tabellen mit Zahlenangaben statistisch untermauert.«

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Lokführer -
eine Beamtengruppe

Meinold, Markus: Die Lokomotivführer der Preußischen Staatseisenbahnen 1880-1914. DGEG Medien : Hövelhof 2008
. - Zur Bibliographie.

Die außerordentlich große Zahl von Bahn- und Postbeamten hat in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das deutsche Beamtentum revolutioniert. Allein in Preußen bildeten die vor dem Ersten Weltkrieg vorhandenen 37000 Lokomotivführer und Heizer eine sehr umfangreiche und völlig neue Beamtengruppe. Dabei beruhte die Monopolstellung des Verkehrssystems »Staatsbahn« nicht nur auf Entscheidungen Bismarcks oder den beständig schneller werdenden Maschinen. Ausschlaggebend war ebenso die geradezu maschinenhafte Arbeitsweise des Bahnpersonals, sprich: der Menschen. Hier berühren sich Technikgeschichte und Sozialgeschichte auf beispielhafte Weise.

Zu diesem Thema sind schon einige Studien erschienen: Sigrid Amedick hat über die Geschichte der unteren bayerischen Eisenbahnbeamten geschrieben, Gerhard Prinz über die ersten württembergischen Lokomotivführer. Nun wird endlich auch Preußen gründlich behandelt. Markus Meinold, bereits mit einem Buch über die Eisenbahn in Hamm (Westfalen) hervorgetreten, hat mit seiner Dissertation an der Ruhr-Universität Bochum die Aufgabe übernommen, einen umfassenden Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt der preußischen Lokomotivführer als Staatsbeamte zu geben. Ihr Dienst wurde geprägt von dem Widerstreit zwischen Autorität und Standesdünkel sowie durch den Konflikt zwischen einem staatlichem Arbeitgeber und dem Individuum im technisierten Alltag.

Historische Akten aus den Staatsarchiven in Berlin und Marburg sowie zahlreiche zeitgenössische Zeitschriften und Monographien sind als Quellen dieser Veröffentlichung zu nennen. Sie gliedert sich nach einleitendem Überblick zur preußischen Eisenbahngeschichte und ihrer Verwaltungshistorie in fünf große Kapitel. Darin werden der Status der Lokomotivbeamten, die sozialen Leistungen der Bahnverwaltung, die zahllosen Betriebsunfälle, die Standesvertretungen sowie die Eigenwahrnehmung und die Fremdwahrnehmung der Lokomotivführer aufgefächert.

Die von Markus Meinold behandelte Themenfülle ist beeindruckend. Sie reicht von den Einkommensverhältnissen und der Arbeitszeit des Lokpersonals über den »Arbeitsplatz Lokomotive« bis zum Prämiensystem. Ebenso werden die auswärtigen Übernachtungsmöglichkeiten, die Wohnungsfürsorge, das Alkoholverbot, die Invalidenversorgung und das Signalsystem sowie die Standesvertretungen der Lokführer erwähnt.

Die empirische Untersuchung ist flüssig geschrieben und nirgendwo langweilig. Die umfangreichen Ergebnisse werden in zwanzig Tabellen mit Zahlenangaben statistisch untermauert. Die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte hat sich um den Druck verdient gemacht und dem preiswerten Buch zudem 16 getrennt gezählte Bildseiten beigegeben, wobei die Fotografien teilweise aus ihrem Archiv stammen. Leider fehlen aus Kostengründen eine Streckenkarte und ein Register.

Alfred Gottwaldt

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