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Eisenbahn-Dumjahn online

 

Glaser, Hermann: Kulturgeschichte der Deutschen Eisenbahn. Gunzenhausen 2009 (Dumjahn-Nr. 0018115)
Dumjahn-Nr. 0018115

ISBN-10: 3924270643
ISBN-13: 
9783924270643
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Dirk Boscheinen:
»
Als Fazit kann festgehalten werden, dass sich dieses Buch in eine Vielzahl bemühter Werke einreiht, und somit keine neuen Erkenntnisse zum Thema Eisenbahn in all seinen Facetten bringt.«

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Keine neuen Erkenntnisse

Glaser, Hermann: Kulturgeschichte der Deutschen Eisenbahn. Schrenk-Verlag : Gunzenhausen 2009. - Zur Bibliographie.

Das Buch macht auf den ersten Blick einen gehobenen Eindruck. Allerdings fällt es bereits bei genauerer Betrachtung des Layouts etwas ab. So springt die Formatierung der Fußnoten von Fall zu Fall etwas aus dem Rahmen (vgl. die Seiten 59 und 60). Die helle Unterlegung literarischer Zitate ist nicht durchgehend und lässt bis zum Schluss nicht erkennen, warum dem so ist. Die Bildqualität leidet zum Teil erheblich und weist für den Leser neuerer Werke nicht akzeptable Punktierungen auf, die auf eine suboptimale Scannerqualität schließen lässt.

Beim Lesen muss man sich durch einen Schreibstil kämpfen, der in der Eisenbahnliteratur nicht mehr unbedingt zeitgemäß ist. So schreibt Glaser teilweise scheinbar nicht enden wollende Kettensätze, wie beispielsweise auf Seite 43:

»Der Gegensatz zwischen Gegnern und Anhängern des Fortschritts sei in dieser Zeit selten so deutlich zutage getreten wie in dem etwa einhundertzwanzig Seiten langen Artikel ‘Eisenbahnen’ in ‘Meyers Conversations-Lexicon für die gebildeten Stände’ aus dem Jahre 1846; er enthält eine umfängliche scharfe Kritik und radikale Absage an die Dichtung der Romantik, die als schimärengeplagter, hypochondrischer Feind moderner Entwicklung bezeichnet und verdächtigt wird.«

Inhaltlich wird häufig nur oberflächlich aus der Sicht des gehobenen Bildungsbürgers über den Wandel der Kultur durch die Eisenbahn geschrieben. Dies lässt sich an der Bildauswahl erkennen. Beispielsweise wird auf Seite 134 ein Bahnhofsrestaurant 1. Klasse ganzseitig wiedergegeben, während ein wesentlich detailreicheres Bild von der Eröffnung des Frankfurter Hauptbahnhofes nur knapp ein Drittel der nächsten Seite einnimmt.

Die Kultur der Eisenbahner selbst bleibt meist unbetrachtet. Falls doch darüber berichtet wird, so werden »die Eisenbahner«, wie in Kapitel III, mehr oder weniger undifferenziert als homogener Block betrachtet. Hinzu kommen dann noch sachliche Fehler, wie auf Seite 136, wo der immer wieder unter Laien weit verbreitete Fehler gemacht wird, den Zugführer als Schaffner zu bezeichnen.

Als Fazit kann festgehalten werden, dass sich dieses Buch in eine Vielzahl bemühter Werke einreiht, und somit keine neuen Erkenntnisse zum Thema Eisenbahn in all seinen Facetten bringt.

Dirk Boscheinen

© Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Dumjahn Verlages.

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