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Rezensionen (5):

Bauzière, Didier: VEB Schienenschlacht. Über den schwierigen Umgang der DDR-Publizistik mit der Deutschen Reichsbahn (Dumjahn-Nr. 0016460)
Dumjahn-Nr. 0016460
ISBN-10: 3934601405

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Bauzière, Didier:
VEB Schienenschlacht. Über den schwierigen Umgang der DDR-Publizistik mit der Deutschen Reichsbahn. Verlag IKS Garamond : Jena 2002.

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Modelleisenbahner 52 (2003) Nr. 3, Seite 37

SCHIENE 22 (2003) Heft 1, Seite 52-55

Eisenbahn-Journal 29 (2003) Nr. 3, Seite 110

»Lokrundschau« 35 (2003) Nr. 3, Seite 71

Lok-Report 32 (2003) Nr. 10, S. 66

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eisenbahn magazin 41 (2003) Nr. 8, S. 42

»Über den schwierigen Umgang der DDR-Publizistik mit der Deutschen Reichsbahn« lautet der Untertitel dieses dicken und auch teuren Buches. Der Klappentext porträtiert den Verfasser als Franzosen aus der Gegend von Lille, 48 Jahre alt, der das Deutsche leidlich beherrscht. Um so mehr verblüffen die geschliffenen Formulierungen und die ins Detail reichende Kenntnis der DDR, ihrer Eisenbahn und ihrer Eisenbahnliteratur, ja sogar ihrer Modellbahnindustrie. 

Wenn auch weit über die Hälfte der Texte aus Zitaten besteht, die lückenlosen Zugriff auf die DDR-Publikationen offenbaren, so drängt sich immer wieder die Vermutung auf, daß im Hintergrund andere die intimen Informationen geliefert und die Sätze ausformuliert haben.

Es ist kein systematisch angelegtes Sachbuch über die Deutsche Reichsbahn der DDR, manche Kapitelüberschrift läßt gar an Belletristik denken: »Mord im Balt-Orient-Express« oder »Das kleine Glück«. Im Grunde wird alles, was man auf Bahnreisen in der DDR erleben konnte und womit die Bürger der DDR wie die Mitarbeiter von Reichsbahn und Mitropa vier Jahrzehnte lang leben mußten, anhand von Gedrucktem reflektiert.

Dieses Gedruckte reicht von jedweder Art von Literatur über Tages- und Fachpresse, Kalender, Kursbücher und Fahrpläne, Dienstvorschriften und Zugbildungspläne, Fahrkarten und Dokumente bis hin zu Briefmarken, Modellbahnkatalogen und -Beipackzetteln. So kommt eine Fülle von Betrachtungen über die Verhältnisse in der DDR, in ihren Zügen, auf ihren Bahnhöfen und Strecken zusammen - alles mit zahllosen Textzitaten untermauert und durch Quellenangaben am Schluß jedes der zwölf Kapitel belegt. Das macht die Lektüre nicht gerade bequem, zumal schon die normale Schrift sehr klein ist, die der Zitate noch kleiner und die der Quellenhinweise sogar nach einer Lupe verlangt. Manches liest sich geradezu spannend, anderes ermüdet eher, zumal der Verfasser hin und wieder auch in andere Gebiete abtriftet.

Etwas von oben herab nimmt er wie einer, der von höherer (oder westlicher) Warte aus all' die Akteure hinter Mauer und Stacheldraht seit Bestehen der DDR beobachtet hat, auch Autoren, Fachredakteure und wissenschaftliche Publizisten aus dem deutschen Osten ins Visier, ohne allerdings Gewichtigeres zu Tage zu fördern als die Tatsache, daß sich manche aus Überzeugung für den Sozialismus engagierten und bei anderen die »Schere im Kopf« eher der Selbsterhaltung diente.

Insgesamt mögen sich in der »Schienenschlacht« Bemerkenswertes und Belangloses die Waage halten. Wer das Bedürfnis hat, noch einmal in das Leben auf den Schienen der DDR einzutauchen und sich vom unverwechselbaren Geruch in den Abteilen umwehen zu lassen, wird von Didier Bauziere nicht enttäuscht sein.

Ralf Roman Rossberg im »eisenbahn magazin« 41 (2003) Nr. 8, Seite 42.


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